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18.07.2010 10:21

Künftig 225 Seelsorgeeinheiten

Freiburg (mr) Im Erzbistum Freiburg wird es in Zukunft rund 225 Seelsorgeeinheiten geben. Das ist das Ergebnis eines umfassenden Neuordnungsprozesses. Beratungen und Gespräche in den vergangenen Wochen haben schließlich auch in dreizehn bisher ungeklärten Seelsorgebereichen den Weg für eine pastorale Struktur geebnet, die den Bedürfnissen der Gemeinden wie den Herausforderungen der Zukunft entsprechen. In 151 Fällen hatte es keine Differenzen zwischen dem Entwurf und den Rückmeldungen aus den Dekanaten gegeben; in 42 Fällen war das Ordinariat den abweichenden Vorschlägen aus den Dekanaten gefolgt. Bei elf bis 20 Seelsorgeeinheiten steht der Zuschnitt weiterhin noch offen. In einem Brief an die Dekane, die Leiter der Seelsorgeeinheiten und die Pfarrgemeinderäte vom Freitag (16.07.) bedankt sich Generalvikar Fridolin Keck für deren Bereitschaft, „sich für die Gestaltung des kirchlichen Lebens in Ihren Gemeinden einzusetzen und hierfür Verantwortung zu tragen“. Ein besonderes Anliegen ist ihm dabei der mutige Blick in die Zukunft: „Ich bitte Sie herzlich, diese Entscheidung mitzutragen und gemeinsam mit den Verantwortlichen in den anderen Pfarreien engagiert die nächsten Schritte zu gehen zur Bündelung der Kräfte in den neuen, künftigen Seelsorgeeinheiten und zur Stärkung des kirchlichen Lebens in den Gemeinden vor Ort. Die zuständigen Dienststellen der Erzdiözese Freiburg begleiten Sie auf diesem Weg gerne“, so der Generalvikar.

Konkrete Ergebnisse

In den Städten Heidelberg, Offenburg und Pforzheim wird unter Beteiligung des Erzbistums, der Region, des Dekanats und der Seelsorgeeinheiten ein Beratungsprozess initiiert, an dessen Ende im Jahr 2013 (spätestens am 1. Juli 2013) die Bildung von jeweiligen „Stadtkirchen“ stehen soll.

Im Bereich der Stadt Rastatt kann eine endgültige Entscheidung über eine Neuordnung der Seelsorgeeinheiten kann erst nach weiteren Gesprächen getroffen werden; die Seelsorgeeinheiten Ladenburg-Heddesheim und Schriesheim-Dossenheim werden weiterbestehen wie bisher. Bei den Seelsorgeeinheiten in Konstanz, Freiburg und der Karlsruher Innenstadt ist die Neuordnung nach wie vor offen.

Mit Blick auf die zurückgehende Zahl der Gläubigen sowie der Priester wird die Summe der (bisher 327) Seelsorgeeinheiten im Erzbistum Freiburg um ein Drittel reduziert. Im September 2009 hatte das Erzbischöfliche Ordinariat Freiburg den Dekanaten Anhörungsentwürfe zur geographischen Weiterentwicklung der Seelsorgeeinheiten zugeschickt: Die Dekane waren gebeten worden, diese Entwürfe mit den Gremien sowie den Verantwortlichen vor Ort zu besprechen und gegebenenfalls Alternativ-Vorschläge zu erarbeiten.

In einer Ordinariatssitzung am 6. Juli 2010 im Beisein von Erzbischof Robert Zollitsch waren die letzten Entscheidungen zur geographischen Weiterentwicklung der Seelsorgeeinheiten im Erzbistum Freiburg getroffen worden, da zuvor noch in 13 Fällen Beratungsbedarf mit den Verantwortlichen vor Ort bestanden hatte. Bündelung von Aufgaben in der Verwaltung

Die derzeitigen Kirchengemeinden einer Seelsorgeeinheit (als Körperschaften des öffentlichen Rechts) bilden künftig - spätestens ab 1. Januar 2015 - eine gemeinsame Kirchengemeinde und haben in Zukunft einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat sowie einen gemeinsamen Stiftungsrat. Ein Ziel dabei ist es, Aufgaben - insbesondere in der Verwaltung – zu bündeln. Für das kirchliche Leben vor Ort mit seiner Differenziertheit und Vielfalt soll in den einzelnen Pfarrgemeinden ein Gremium gebildet werden, das „Gemeindeteam“ genannt wird. Es hat die Aufgabe, das kirchliche und pastorale Leben in der Gemeinde zu fördern und zu entfalten. Ein Gemeindeteam kann auch in Filialkirchengemeinden und Filialgemeinden gebildet werden.

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