03.01.2022 11:04

Neuer Roman wird vorgestellt

(Bregenz) Am Donnerstag, 13. Januar 2022, liest die renommierte österreichische Autorin Eva Menasse auf Einladung des Franz-Michael-Felder-Archivs der Vorarlberger Landesbibliothek aus ihrem neuen Buch im T-Café des Vorarlberger Landestheaters: „Dunkelblum“, so der Titel, ist ein schaurig-komisches Epos über Wunden in der Landschaft und den Seelen der Menschen. Es moderiert Jürgen Thaler, der Leiter des Felder-Archivs. Beginn: 19:30 Uhr. Voranmeldung auf: www.vorarlberg.at/vlb

„Damit hatte man nicht gerechnet: dass dem gut abgehangenen Genre der NS-Vergangenheitsbewältigung literarisch noch mal richtig neues Leben einzuhauchen ist. Das ist Eva Menasse mit ihrem Meisterwerk gelungen – und zwar dank ihrer Sprache.“ So lautete das begeisterte Fazit der renommierten Hamburger Wochenzeitung „Die Zeit“ zum neuen Roman „Dunkelblum“ (Kiepenheuer & Witsch 2021) von Eva Menasse. Darin entwirft die in Wien geborene Schriftstellerin und Journalistin ein Geschichtspanorama am Beispiel einer kleinen Stadt, die immer wieder zum Schauplatz der Weltpolitik wird, und erzählt vom Umgang der Bewohner mit einer historischen Schuld.

Auf den ersten Blick ist Dunkelblum eine Kleinstadt wie jede andere. Doch hinter der Fassade der österreichischen Gemeinde verbirgt sich die Geschichte eines furchtbaren Verbrechens. Ihr Wissen um das Ereignis verbindet die älteren Dunkelblumer seit Jahrzehnten – genauso wie ihr Schweigen über Tat und Täter. In den Spätsommertagen des Jahres 1989, während hinter der nahegelegenen Grenze zu Ungarn bereits Hunderte DDR-Flüchtlinge warten, trifft ein rätselhafter Besucher in der Stadt ein. Da geraten die Dinge plötzlich in Bewegung: Auf einer Wiese am Stadtrand wird ein Skelett ausgegraben und eine junge Frau verschwindet. Wie in einem Spuk tauchen Spuren des alten Verbrechens auf – und konfrontieren die Dunkelblumer mit einer Vergangenheit, die sie längst für erledigt hielten.

Eva Menasse, geboren 1970 in Wien. Lebt in Berlin. Als Journalistin begleitete sie den Prozess um den Holocaust-Leugner David Irving in London. Nach ihrem Romandebüt Vienna (2005) veröffentlichte sie zahlreiche weitere Romane und Erzählungen (u.a. „Lässliche Todsünden“, „Tiere für Fortgeschrittene“), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Als Essayistin erhielt sie 2019 den Ludwig-Börne-Preis.

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