04.12.2020 15:03

Zeugen nach Unfallserie gesucht

(Karlsruhe) Nachdem am 24. November ein 48 Jahre alter und in Untersuchungshaft befindlicher Tatverdächtiger in Rheinstetten, Karlsruhe und ...

Nachdem am 24. November ein 48 Jahre alter und in Untersuchungshaft befindlicher
Tatverdächtiger in Rheinstetten, Karlsruhe und bei Riegel mit teils geraubten
Fahrzeugen mehrere Verkehrsunfälle verursacht hat, suchen die
Ermittlungsbehörden nach weiteren Geschädigten und Zeugen. Sie werden gebeten,
sich beim Kriminaldauerdienst Karlsruhe unter 0721 666-5555 zu melden.

Neuen Erkenntnissen zufolge soll es an besagtem Tag bereits um 18.15 Uhr zu
einem Ereignis unter Beteiligung des Beschuldigten mit einer noch unbekannten
Fahrradfahrerin in Karlsruhe gekommen sein. Im unmittelbaren Nahbereich der
Christ-König-Kirche (Rheinhold-Frank-Straße/Kaiserallee) soll er die etwa
20-jährige Radfahrerin mit seinem Auto leicht angestoßen haben. Die Frau habe
dann vor Wut gegen seine Motorhaube geschlagen und den Mann angeschrien. Der
Beschuldigte ging den Schilderungen einer Zeugin zufolge darauf nicht ein und
fuhr in Richtung Kaiserallee weiter.

Gesucht werden nun die betroffene Radfahrerin und weitere Zeugen dieses
inzwischen bekanntgewordenen Ereignisses, das sich etwa eine halbe Stunde vor
dem bisher vermuteten Geschehensablauf zugetragen haben soll.

Die Ermittler schließen auch nicht aus, dass sich an jenem Tag weitere
Auffälligkeiten im Zusammenhang mit dem weißen Nissan-SUV im Bereich von
Karlsruhe zugetragen haben könnten und sind daher für jeden Hinweis dankbar.

Bisher wurden bereits zahlreiche Zeugen von der sechsköpfigen Ermittlungsgruppe,
die zur Bearbeitung der sehr umfangreichen Ermittlungen eingesetzt wurde,
vernommen.

In dem weißen Nissan, den der 48-Jährige in Polen angemietet hatte, fanden die
Beamten eine Vielzahl von Medikamenten, unter anderem auch Psychopharmaka. Laut
einem ersten Blutprobenergebnis stand der Mann nicht nennenswert unter
Alkoholeinwirkung. Bezüglich der Auswertung anderer Substanzen, unter deren
Einwirkung der Beschuldigte gestanden haben könnte, müssen die
Untersuchungsergebnisse noch abgewartet werden.

Über die Person des 48-jährigen Algeriers war bisher in Erfahrung zu bringen,
dass er sich seit dem 21. November aus noch unklarem Grund im Bereich von
Karlsruhe aufhielt und wohl in Polen unternehmerisch im Bereich des Transport-
und Logistikgewerbes tätig ist. Darüber hinaus unterhalte er in Teneriffa einen
weiteren Wohnsitz. In Polen liegen bereits polizeiliche Erkenntnisse über ihn
vor.

Bislang schweigt der Beschuldigte gegenüber den Ermittlungsbehörden.

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