01.09.2021 11:09

Regierungsrat gibt grünes Licht zur Strategie des Historischen Museums

(Basel) Der Regierungsrat hat die neue Strategie des Historischen Museums Basel verabschiedet.

Sie gibt dem kantonalen Museum mit seinen drei Standorten Barfüsserkirche, Haus zum Kirschgarten und Musikmuseum die Ziele für die nächsten zehn Jahre vor und definiert seine Rolle in der Basler Museumslandschaft. Die Strategie wurde unter Einbezug der Museumskommission und der Belegschaft entwickelt.

Das Historische Museum Basel (HMB) richtet sich strategisch neu aus und klärt damit seine künftige Positionierung. Der Regierungsrat hat die neue Strategie an seiner gestrigen Sitzung gutgeheissen. Die Strategie des HMB mit seinen drei Standorten Barfüsserkirche, Haus zum Kirschgarten und Musikmuseum wurde unter Einbezug der Museumskommission und von Mitarbeitenden aller Abteilungen entwickelt und geniesst darum breite Akzeptanz.

Leitplanken für nächsten zehn Jahre
Die Strategie zeichnet den Weg vor, den das HMB in den nächsten zehn Jahren gehen will. Innerhalb der Basler Museumslandschaft soll es international wahrgenommen, überregional bedeutend und regional verankert sein – als historisches Museum, als Archiv der Sachkultur und als kollektives Gedächtnis. Es soll das Publikum in der Gegenwart abholen und es für die Geschichte sensibilisieren, indem diese kritisch hinterfragt wird.

Die in der Betriebsanalyse vom Herbst 2019 definierten Massnahmen sollen nun schrittweise umgesetzt werden: Die betrieblichen Strukturen werden optimiert, ebenso das Sammlungsmanagement. Zudem wird ein Leitbild entwickelt, die Digitalisierung vorangetrieben und die Depotsituation geklärt. Die Vorarbeiten dazu wurden Anfang Jahr in Angriff genommen. Mögliche Standorte für ein Sammlungszentrum wurden bereits geprüft. Ziel ist es, die bisher neun in der ganzen Region verteilten Depots in einen zentralen Standort zusammen zu führen. In der Strategie werden auch die bekannten, drängenden Infrastrukturfragen des HMB wie die Sanierung des Hauses zum Kirschgarten oder die bauliche Instandsetzung der Barfüsserkirche umrissen. Mit der Zustimmung des Regierungsrats zur Strategie ist kein unmittelbarer Finanzbedarf verbunden.

HMB hat drängende Aufgaben angepackt
Auch weitere dringliche Aufgaben hat das Museum unter der interimistischen Leitung von Marc Zehntner zwischenzeitlich angepackt: So befindet sich die von Regierungsrat und Grossem Rat bewilligte Generalinventur auf Kurs. In diesem Zusammenhang werden über 300'000 Sammlungsobjekte detailliert überprüft und katalogisiert – von der Marsstatuette aus der Römerzeit über den Basler Münsterschatz bis zur Tennisausrüstung von Roger Federer. «Das Historische Museum Basel hat die drängendsten Aufgaben angepackt – es steht heute an einem ganz anderen Punkt als noch vor Monaten», stellt Regierungspräsident Beat Jans fest.

Auslöser für die neue Strategie war die Betriebsanalyse im Jahr 2019. Diese kam damals zum Schluss, das HMB könne mit den zur Verfügung stehenden Mitteln seinen Grundauftrag nicht vollumfänglich erfüllen. 39 betriebliche Massnahmen wurden identifiziert, um Defizite zu beheben. Auf dieser Grundlage hatte der Regierungsrat im September 2019 den Strategieprozess angestossen.

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