10.06.2026 21:31

Feuerwehrkonzeption kommt voran

(Lörrach) Die Planungen für die künftige Feuerwache Nord in Lörrach konkretisieren sich.

Nach Untersuchungen und einer Standortanalyse hat die Stadtverwaltung einen bevorzugten Standort im Entwicklungsgebiet Neumatt-Brunnwasser identifiziert. Die Fläche im nordöstlichen Bereich des Areals erfüllt die wesentlichen Anforderungen für einen modernen Feuerwehrstandort und eröffnet zugleich Perspektiven für die weitere Entwicklung von Gewerbe-, Sport- und Wohnnutzungen.



Die Sicherung eines geeigneten Standorts für die Feuerwache Nord ist ein zentraler Baustein für die langfristige Leistungsfähigkeit der Feuerwehr Lörrach. Bereits das Standortgutachten hatte gezeigt, dass die gesetzlichen Ausrückzeiten im nördlichen Stadtgebiet dauerhaft nur eingehalten werden können, wenn eine neue Feuerwache im Bereich Neumatt-Brunnwasser realisiert wird.

„Die Feuerwehr leistet einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger. Mit der nun vorliegenden Standortempfehlung schaffen wir die Grundlage dafür, dass der künftige Standort einer Feuerwache Nord die Anforderungen erfüllt, um schnell und zuverlässig Hilfe leisten können. Gleichzeitig nutzen wir die Chance, die Entwicklung des gesamten Gebiets Neumatt-Brunnwasser strategisch und nachhaltig zu gestalten“, betont Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić.



Die geplante Feuerwache soll auf einer Fläche von rund 10.000 Quadratmetern entstehen. Vorgesehen sind unter anderem eine Fahrzeughalle mit 16 Stellplätzen, Werkstätten, Schulungsräume, Verwaltungsbereiche, Räumlichkeiten für die Jugendfeuerwehr sowie ein Bereitschaftsbereich. Hinzu kommen eine rund 800 Quadratmeter große Übungsfläche mit einem bis zu 23 Meter hohen Übungsturm sowie 96 Stellplätze für anrückende Einsatzkräfte.

Um den bestgeeigneten Standort innerhalb des Entwicklungsgebiets zu ermitteln, führte eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Feuerwehr eine Rasteruntersuchung durch. Bewertet wurden dabei insbesondere die Auswirkungen möglicher Lärmemissionen, Eigentumsverhältnisse, Einsatzzeiten sowie Risiken durch Starkregen und Hochwasser.

Als Ergebnis wurde ein Suchraum von rund 15.000 Quadratmetern im nordöstlichen Teil des Gebiets identifiziert, die sich im Eigentum der Stadt Lörrach befindet. Der genaue Grundstückzuschnitt mit finaler Größe erfolgt in den weiteren Planungsphasen. Aufgrund der angrenzenden Nutzungen und der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen werden zudem günstige Voraussetzungen hinsichtlich des Immissionsschutzes erwartet. Untersuchungen zeigen außerdem, dass weder Hochwasser- noch Starkregengefahren einer Bebauung entgegenstehen.



Zur vertieften Prüfung des Standorts wurde das auf Feuerwehrstandorte spezialisierte Architekturbüro Dasch Zürn Partner aus München und Stuttgart beauftragt. Die bisherigen Zwischenergebnisse bestätigen die grundsätzliche Eignung der Fläche. Sowohl hinsichtlich der Topographie als auch bei Schallschutz, Erschließung und Betriebsabläufen sind tragfähige Lösungen möglich. Nach aktuellem Stand erscheint eine Realisierung der Feuerwache auf einer Fläche zwischen 9.000 und 10.000 Quadratmetern realistisch.

Die Untersuchung liefert zugleich wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung des gesamten Gebiets Neumatt-Brunnwasser. So sollen künftig Synergien zwischen Feuerwehr, Gewerbe und Sport genutzt werden. Denkbar ist beispielsweise eine gemeinsame Nutzung von Stellplatzflächen für Sport und Feuerwehr. Ein Grünzug zwischen den Nutzungen soll als Lärmpuffer dienen und gleichzeitig freiräumliche sowie klimatische Funktionen übernehmen.

Die vorgesehene Entwicklungsstruktur ermöglicht darüber hinaus perspektivisch die Schaffung neuer Wohnbauflächen. Die Entwicklung soll dabei schrittweise erfolgen.

Ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtplanung ist zudem die verkehrliche Erschließung. Geplant ist eine durchgehende Verbindung zwischen Hornbergstraße und Hauinger Straße, um jederzeit eine sichere Zu- und Ausfahrt für Rettungskräfte, den BesucherInnen der Sportanlagen und BewohnerInnen der Wohngebiete gewährleisten zu können. Die Feuerwache Nord erhält eine eigenständige Zu- und Ausfahrt. Eine Erschließung über die Mattenstraße ist dabei ausdrücklich nicht vorgesehen, sie soll lediglich als Notüberfahrt dienen.

Der Gemeinderat soll nun die Verwaltung beauftragen, den vorgeschlagenen Standort weiter zu prüfen und die Planungen zu konkretisieren. Parallel dazu laufen Gespräche mit den betroffenen Akteuren vor Ort sowie die weiteren Arbeiten an der gesamtstädtischen Feuerwehrkonzeption.