12.07.2021 13:00

Beratung über Innenstadtentwicklung

(Lörrach) Wie muss sich die Lörracher Innenstadt entwickeln um auch zukünftig als Wohn-, Einkaufs- und Kulturstadt attraktiv zu sein?

Die Innenstadtentwicklung sieht sich unterschiedlichen Interessengruppen und Herausforderungen gegenüber – nicht zuletzt die Corona-Pandemie trägt dazu bei, bestehende Konzepte und Ideen zu überarbeiten. Ein aktueller Sachstandsbericht informiert über die bisher geleisteten Umsetzungen und thematisiert anstehende Maßnahmen und neue Konzepte.

„Die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, welch hohen Stellenwert eine attraktive und in den Nutzungen abwechslungsreiche Gestaltung unserer öffentlichen Räume und somit auch die Innenstadt hat“, führt Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdić an.
Seit 2016 arbeitet die Stadtverwaltung kontinuierlich am Masterplan Innenstadt und an der sukzessiven Umsetzung diverser Meilensteine, um die hohe Aufenthaltsqualität und attraktive Nutzungen im Zentrum zu erhalten, respektive zu verbessern. Die Innenstadtentwicklung führt unterschiedliche Fach- und Kompetenzbereiche der Verwaltung zusammen, die abgestimmt die verschiedenen Aspekte der Innenstadtgestaltung bearbeiten. Die zahlreichen Umsetzungen der vergangenen Jahre zeigen Wirkung – die Umgestaltung des Hebelparks, die Sanierung der Villa Aichele im Aichelepark, die Neugestaltung Basler Straße und Kirchstraße, die Aufwertung des Areals rund um das neue Wohn- und Geschäftshaus LÖ sowie die Bebauung des Areals Weberei Conrad seien hier stellvertretend benannt. Bei der Innenstadtentwicklung setzte die Verwaltung auch auf Bürgerbeteiligungsprojekte - die Gestaltung der Parklets in der Grabenstraße, die 2018 und 2019 durchgeführte Aktion „Wir machen Platz“ auf dem Bahnhofsvorplatz oder der Dialogsommer 2020 haben der Bürgerschaft die Möglichkeit gegeben, sich in Planungsprozesse mit einzubringen.

Um die Innenstadt auch zukünftig sowohl für die Bürgerschaft wie auch für Gäste einladend und mit dem besonderen Etwas zu gestalten, bedarf es neuer Konzepte und Ideen. Die sich abzeichnenden Veränderungsdynamiken, bedingt durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, gesellschaftlichen Veränderungen und den Klimawandel, erfordern die Prüfung und Anpassung bestehender Konzepte und alternative Umsetzungsmöglichkeiten. Der Ausbau nachhaltiger Mobilitätsalternativen, Konzepte für gemischte Nutzungen, neue Wohnformen oder Umnutzungen von Brachflächen, zum Beispiel in kleine Freiräume (sogenannte Pocket Parks) oder Stadthaine sind einige Aspekte, die bei der zukünftigen Innenstadtentwicklung von Bedeutung sein werden. Auch das Tourismusmarketing gilt es in diese Prozesse mit einzubinden. Übergeordnete Maßnahmen wie die Erneuerung und Sanierung des Stadtmobiliars (Laternen, Sitzbänke, Beschilderungen, Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen) erfolgen auch weiterhin sukzessive um die Aufenthaltsqualität und Sicherheit für die Bevölkerung zu erhalten und steigern. Jährliche Ortsbegehungen sollen zur Sicherstellung der Qualität der Innenstadt beitragen.
Auf der strategischen Ebene wird das Thema Innenstadtentwicklung zukünftig als Kernthema im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) behandelt, ein kontinuierlicher Austausch zur Entwicklung mit der AG Innenstadt wird etabliert.
Für die Finanzierung der zahlreichen Projekte prüft die Stadt grundsätzlich verschiedene Förderprogramme.

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