13.11.2018 04:28

Freie Ausbildungsstellen

(Villingen-Schwenningen) Die Bilanz zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2017/2018 zum 30. September 2018 zeigt, dass für Jugendliche in der Region ...

Die Bilanz zum Abschluss des Berufsberatungsjahres 2017/2018 zum 30. September 2018
zeigt, dass für Jugendliche in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg die Chancen
wieder sehr günstig waren, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Betriebe und
Verwaltungen meldeten der Agentur für Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen
insgesamt 4.385 Ausbildungsstellen, 23 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der
Jugendlichen, die mit Unterstützung der Berufsberatung eine Stelle suchten, nahm
gleichzeitig um 43 auf 3.096 zu. Das Verhältnis von Angebot und Nachfrage hat sich
auf dem Niveau der Vorjahre stabilisiert: Rechnerisch kamen auf 100 Bewerber 142
Ausbildungsstellen.

Von den angebotenen 4.385 Ausbildungsstellen konnten knapp 90 Prozent besetzt
werden. Ende September waren schließlich noch gut 500 Ausbildungsstellen frei, 138
mehr als im Vorjahr. Über 150 Stellen im Bereich Handel und Verkauf sowie fast 30
Stellen bei Versicherungs- und Finanzdienstleistungen blieben unbesetzt, außerdem 45
Stellen bei der Lebensmittelherstellung und Speisenzubereitung. In diesen Berufen
liegt das Ausbildungsstellenangebot deutlich über dem Bewerberinteresse.

66 Bewerber waren am 30. September noch gemeldet, die keine Ausbildungsstelle oder
Alternative hatten. Von allen Bewerbern waren zum Stichtag mehr als 50 junge Leute
bereits für berufsvorbereitende Bildungsmaß-nahmen angemeldet, falls sie bis Ende
Oktober noch keine Überbrückungs- oder Qualifizierungsmöglichkeit gefunden haben
sollten. Insgesamt war die Zahl der unversorgten Bewerber damit nochmals niedriger
als vor einem Jahr.

Jeder zweite aller gemeldeten Bewerber mündete in eine Berufsausbildung (50,4
Prozent) ein. Gut ein Fünftel der Bewerber hat sich für einen weiteren Schulbesuch,
ein Praktikum oder ein Studium entschieden. Von 13,5 Prozent der Bewerber liegen
keine Informationen vor.
190 Bewerber um betriebliche Ausbildungsstellen stammten aus nichteuropäischen
Asylherkunftsländern, zwölf von ihnen waren Ende September noch unversorgt.

Nach Ansicht von Erika Faust, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für
Arbeit Rottweil - Villingen-Schwenningen, zeigt sich, dass das Regionale Bündnis von
Industrie- und Handelskammer Schwarzwald-Baar-Heuberg, Handwerkskammer Konstanz,
Deutschem Gewerkschaftsbund und Agentur für Arbeit zur Stärkung der beruflichen
Ausbildung auch weiterhin wichtig ist, um für die Jugendlichen interessante
Ausbildungsstellen anbieten zu können.

"Es wird im Rahmen der gemeinsamen Arbeit einerseits darum gehen, Jugendlichen und
Eltern das gesamte Angebot an Ausbildungsmöglichkeiten und die Karrierechancen in
diesen Berufen näher zu bringen und andererseits Jugendliche so zu unterstützen,
dass jedem jungen Menschen der Weg in eine duale Ausbildung geöffnet wird", sagt
Faust.

Zur Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wird mit den
Paktpartnern im Januar 2019 gesondert Bilanz gezogen.

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