15.11.2020 11:12

Planung der Radschnellverbindung Wiesental kommt voran

(Lörrach/Schopfheim) Die Planung der Radschnellverbindung Wiesental (RS7) macht große Fortschritte. Nachdem Bund und Land den Förderantrag für Planungsleistungen zu 87,5 Prozent und somit 1,3 Millionen Euro bewilligt haben, übernehmen zu gleichen Teilen der Landkreis und die Kommunen die Differenz zu den Gesamtkosten von 1,5 Millionen Euro.

Lörrach, Schopfheim, Steinen und Maulburg haben hierzu bereits Mitte September eine Planungs- und Finanzierungsvereinbarung unterzeichnet und übernehmen die übrigen 6,25 Prozent anteilig je nach Einwohnerzahl. Der Radschnellweg Wiesental soll Schopfheim und Lörrach auf einer Länge von 17,6 Kilometern verbinden. Im Oktober erfolgte die Ausschreibung der Planungsleistungen.

Ulrich Hoehler, Erster Landesbeamter und Dezernent für Mobilität: „Wir sind sehr froh, dass alle Kommunen mit im Boot sind und ihren Beitrag zum Gelingen der Planung dieses interkommunalen Leuchtturmprojekts leisten.“

Die Objektplanung der Verkehrsanlagen übernimmt das Planungsbüro PGV-Alrutz aus Hannover. PGV-Alrutz hatte bereits die Machbarkeitsstudie zu den Radschnellverbindungen im Landkreis Lörrach bearbeitet und plant außerdem die Radschnellverbindung Freiburg-Waldkirch/Emmendingen im Auftrag des Regierungspräsidiums Freiburg. Die Umweltverträglichkeitsstudie und die Faunistische Planungsraumanalyse übernimmt das Freiburger Büro Faktorgrün.

Da die Erschließung des neuen Lörracher Zentralklinikums durch die Radschnellverbindung besonders wichtig ist und in Einklang mit der Straßenplanung zum Anschluss an die B 317 gebracht werden muss, wurde als vorgezogener Schritt der Auftrag für eine Machbarkeitsstudie zur Erschließung des Campus Zentralklinikum vergeben. Hierdurch sollen Erkenntnisse für eine zielführende Abstimmung der beiden Großprojekte gewonnen werden.

Der Bereich Radverkehr beim Landkreis Lörrach wurde seit September verstärkt, allerdings müssen die Personalressourcen aktuell wegen der vorrangigen Aufgaben in der Pandemiebekämpfung umstrukturiert werden. Eine Verzögerung in den Radverkehrsprojekten des Landkreises kann daher nicht ausgeschlossen werden.

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