17.06.2022 10:28

Kraftstoffpreise im Überblick

(Baden-Baden/Karlsruhe/Pforzheim) Die Preise für Benzin und Diesel sind zum Ende der Pfingstferien weiter gestiegen, für Diesel im Vergleich zur Vorwoche sogar bis zu 13 Cent. Einen Preisrückgang gab es lediglich in Karlsruhe für Superbenzin.

Insgesamt ist das Niveau der Spritpreise viel zu hoch, insbesondere da der Ölmarkt an den Börsen auf die Geldpolitik der Zentralbanken mit einem Rückgang der Preise reagiert hatte. Mit 119,48 Euro für das Barrel der Nordseesorte Brent lag der Wert knapp 2,7 Prozent unter dem vom vergangenen Freitag. Dies zeigte die wöchentliche Kraftstoffpreisuntersuchung des ADAC Nordbaden e.V. am Freitagmorgen.



Die meisten Karlsruher Tankstellen senkten die Benzinpreise verglichen mit dem vergangenen Freitag um drei bis sechs Cent, in Baden-Baden und Pforzheim gab hingegen Aufschläge von bis zu sieben Cent. Danach kostete ein Liter Super E10 an den Markentankstellen durchschnittlich in Karlsruhe 1,867 Euro, in Baden-Baden 1,982 Euro und in Pforzheim 1,989 Euro.



Dieselfahrerinnen und Dieselfahrer mussten im Vergleich zur Vorwoche vielerorts zweistellige Preissprünge hinnehmen. In Karlsruhe wurde Diesel um drei bis dreizehn Cent teurer, in Baden-Baden ein bis neun Cent und in Pforzheim fünf bis dreizehn Cent. Demnach lag der Durchschnittspreis an den Markenstationen in Karlsruhe bei 1,999 Euro, in Baden-Baden bei 2,052 Euro und in Pforzheim bei 2,099 Euro.



Wer vor dem Tanken die Preise verglichen hatte, konnte in Karlsruhe sieben Cent je Liter Benzin, beziehungsweise zehn Cent je Liter Diesel sparen. In Baden-Baden lagen zwischen der günstigsten Tankstelle und der teuersten elf Cent, in Pforzheim acht Cent je Liter Benzin oder Diesel. Der ADAC rät den Autofahrerinnen und Autofahrern abends an den günstigsten Tankstellen zu tanken, das spart nicht nur bares Geld, sondern stärkt auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt. So werden teure Stationen zur Anpassung der Preise bewegt. Am niedrigsten liegen die durchschnittlichen Kraftstoffpreise zwischen 20 und 22 Uhr. Sehr preisgünstig ist auch der Zeitraum zwischen 18 und 19 Uhr. Besonders profitabel ist das Tanken zur richtigen Uhrzeit für Fahrer von Diesel-Pkw. Hier beträgt die Differenz zwischen dem teuersten Zeitpunkt um 7 Uhr und der günstigsten Phase rekordverdächtige 16 Cent je Liter. Bei einer 50 Liter-Tankfüllung ist dies immerhin eine Ersparnis von rund acht Euro. Für Fahrer von Benzinern gelten die gleichen Tageszeiten, hier sind die Preisspitzen morgens und abends etwas schwächer ausgeprägt als bei Diesel. Die Ersparnis beträgt dadurch "nur" rund 10 Cent je Liter. Beim Preisvergleich hilft die kostenlose Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen nahezu aller 14.000 Tankstellen in Deutschland bietet die App eine detaillierte Routenplanung.



Weiteres Sparpotenzial von sechs Cent je Liter bietet der Umstieg von Super E5 auf Super E10. Und wer im Verkehr mitfließt, wenig beschleunigt und abbremst und auf niedrige Drehzahlen achtet, kann seinen Verbrauch um bis zu 25 Prozent senken. Dachboxen und Radträger sollten nach dem Urlaub direkt wieder abgebaut werden.



Hier die am Freitagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E10, Super E5 und Dieselkraftstoff:

Super E10 wurde in Karlsruhe für 1,849 Euro bis 1,919 Euro, in Baden-Baden für 1,919 Euro bis 2,029 Euro, in Pforzheim für 1,949 Euro bis 2,029 Euro angeboten.

Super E 5 kostete in Karlsruhe 1,909 Euro bis 1,979 Euro, in Baden-Baden 1,979 Euro bis 2,089 Euro, in Pforzheim 2,009 Euro bis 2,089 Euro.

Diesel kostete in Karlsruhe 1,959 Euro bis 2,059 Euro, in Baden-Baden 1,989 Euro bis 2,099 Euro, in Pforzheim 2,059 Euro bis 2,139 Euro.

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