18.11.2020 16:36

Netzwerktreffen zum Thema Barrierefreiheit

(Emmendingen) Wie steht es aktuell um die Barrierefreiheit im Landkreis Emmendingen? Das war eine der Leitfragen des Netzwerktreffens der Kommunalen Inklusionsvermittler.

Der Behindertenbeauftragte des Landkreises Emmendingen, Bruno Stratz und Esther Weber von der Geschäftsstelle hatten dazu in den Sitzungssaal des Rathauses Emmendingen eingeladen. Corona bedingt musste kurzfristig umdisponiert werden, da alle Räumlichkeiten im Landratsamt belegt waren.

Die kommunalen Inklusionsvermittler (KIV) haben es sich zur Aufgabe gemacht, in ihren Kommunen das Thema Barrierefreiheit transparent zu machen und stehen als Ansprechpersonen zur Verfügung. Ulrike Kleinknecht-Strähle, Sozialdezernentin des Landratsamtes Emmendingen, würdigte diese besondere Arbeit bei der Begrüßung des Treffens. „Als Vermittler setzten Sie sich vor Ort für die Belange der Inklusion und Barrierefreiheit ein, um Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in der Kommune und das Zusammenleben der Menschen mit und ohne Behinderung weiter zu verbessern.“ Beim Netzwerktreffen tauschen sich die KIVs gegenseitig aus.

Themen des ersten Netzwerktreffens 2020 waren die Fragebogenaktion, um sich einen Überblick über die Barrierefreiheit im ganzen Landkreis zu verschaffen. Neben der barrierefreien Erreichbarkeit für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen, blinde und sehbehinderte Menschen mit einem taktilen Leitsystem ging es auch um die technische Ausstattung wie zum Beispiel einer induktiven Höranlage oder die Erfahrung mit Gebärdesprachedolmetschern.

Die digitale Barrierefreiheit wurde ebenfalls thematisiert. Johannes Baur, Senioren- und Inklusionsbeauftragter der Stadt Emmendingen ging am Beispiel Leichte Sprache darauf ein. Es sei wichtig Internetauftritte von Verwaltungen, Kommunen und Einrichtungen für alle Menschen zugänglich zu machen und Dienstleistungen einfach und verständlich zu erklären. Angebote, wie beispielsweise die Kitaanmeldung sollten daher in Leichter Sprache auf den Kommunalen Websites verfügbar sein.

Der Behindertenbeauftragte des Landkreises Bruno Stratz betonte die Wichtigkeit, dass bestehende Angebote, die in den Kommunen bereits vorhanden sind, weitergegeben werden sollen. Ebenso wichtig sei es, Informationen, die Menschen mit Behinderungen betreffen, sowohl für die Betroffenen als auch für Interessierte auf den kommunalen Websites bereit zu stellen.

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