18.12.2020 17:02

Kraftstoffpreise im Überblick

(Baden-Baden/Karlsruhe/Pforzheim) Der Rohölpreis erreichte am Donnerstag mit 51,90 US-Dollar seinen höchsten Stand seit Beginn der Corona-Pandemie.

Am Freitagmorgen lag der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent bei etwas mehr als 51 US-Dollar und war damit rund drei Prozent teurer als vor einer Woche. Auch der Eurokurs legte kräftig zu und schaffte es am Donnerstag mit 1,2273 Dollar auf einen neuen Höchststand seit April 2018. Der starke Euro ist wohl auch der Grund dafür, dass die Preise an den Tankstellen in der Region gegenüber dem Vorwochentag nur leicht gestiegen sind – das Rohöl wird in US-Dollar gehandelt. Die Kraftstoffpreisuntersuchung des ADAC Nordbaden e.V. zeigte am Freitagvormittag Preiserhöhungen von maximal vier Cent pro Liter.



Beim Benzin war an den Tankstellen in Karlsruhe eine Korrekturspanne von minus einem bis plus vier Cent zu beobachten. In Baden-Baden kostete der Liter durchweg zwei Cent mehr als am letzten Freitag und in Pforzheim erhöhten sich die Preise ebenfalls um bis zu zwei Cent. An den Markentankstellen in Karlsruhe kostete Super E10 im Schnitt 1,223 Euro, in Baden-Baden 1,222 Euro und in Pforzheim 1,189 Euro. Gespart werden konnte vor allem in der Fächerstadt. Hier lagen elf Cent Unterschied zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter.



Die Dieselpreise wurden in Karlsruhe um minus zwei bis plus zwei Cent angepasst. In Baden-Baden kostete der Diesel gegenüber dem Vorwochentag drei Cent und in Pforzheim bis zu vier Cent mehr. Im Durchschnitt kostete der Liter Diesel dann an Karlsruher Markentankstellen 1,122 Euro, in Baden-Baden 1,112 Euro und in Pforzheim 1,117 Euro. Gespart werden konnte auch hier vor allem in Karlsruhe bei bis zu zehn Cent Unterschied zwischen der teuersten und der günstigsten Station.



Der ADAC macht die Autofahrer darauf aufmerksam, dass sie sich zum Jahresbeginn auf einen kräftigen Preissprung gefasst machen sollten. So wird die Bepreisung von CO2 von zunächst 25 Euro pro Tonne sowie die Rückkehr zur alten Mehrwertsteuer dazu führen, dass Benzin um etwa zehn und Diesel um elf Cent teurer werden.



Der ADAC Nordbaden empfiehlt den Autofahrern grundsätzlich, die Preise vor dem Tanken zu vergleichen und die Tageszeit im Blick zu behalten. Wer die zum Teil erheblichen Preisunterschiede zwischen verschiedenen Tankstellen und Uhrzeiten nutzt, kann Geld sparen und stärkt gleichzeitig den Wettbewerb zwischen den Anbietern. Die mit Abstand teuerste Zeit zum

Tanken im 24-Stunden-Verlauf ist zwischen 5 und 8 Uhr. Laut Auswertung des ADAC liegt die günstigste Zeit zwischen 18 und 22 Uhr. Unkomplizierte und schnelle Hilfe bietet die Smartphone-App „ADAC Spritpreise“. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.



Hier die am Freitagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E10, Super E5 und Dieselkraftstoff:

Super E10 wurde in Karlsruhe für 1,139 Euro bis 1,249 Euro, in Baden-Baden für 1,189 Euro bis 1,239 Euro, in Pforzheim für 1,159 Euro bis 1,199 Euro angeboten.

Super E5 kostete in Karlsruhe 1,189 Euro bis 1,299 Euro, in Baden-Baden 1,239 Euro bis 1,289 Euro, in Pforzheim 1,209 Euro bis 1,249 Euro.

Diesel kostete in Karlsruhe 1,049 Euro bis 1,149 Euro, in Baden-Baden 1,079 Euro bis 1,129 Euro, in Pforzheim 1,099 Euro bis 1,129 Euro.

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