18.08.2026 10:12

20 Hektar Wald brennen

(Schramberg) Am Sonntagnachmittag, gegen 17:30 Uhr, teilten Zeugen über den Polizeinotruf einen Brand im Töswald westlich des Junghansareals ...

Am Sonntagnachmittag, gegen 17:30 Uhr, teilten Zeugen über
den Polizeinotruf einen Brand im Töswald westlich des Junghansareals an der
Geißhalde mit. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Freiwilliger Feuerwehr und
Polizei hatte der Brand bereits eine Ausdehnung von etwa 100 Quadratmetern
erreicht. Trotz der unmittelbar eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte eine weitere
Ausbreitung des Feuers im steilen und unwegsamen Gelände nicht verhindert
werden.

Die Polizei sperrte daraufhin die Lauterbacher Straße (L 108) in beide
Richtungen. Eine im Brandbereich verlaufende Hochspannungsleitung wurde über den
Netzbetreiber - ohne Auswirkungen auf die Bevölkerung - abgeschaltet. Durch die
Feuerwehr wurde eine Bevölkerungswarnung herausgegeben.

Die Brandbekämpfung wurde durch die Freiwillige Feuerwehr mit einem Großaufgebot
an regionalen und überregionalen Einsatzkräften durchgeführt. Hierbei kamen
unter anderem Spezialfahrzeuge aus benachbarten Landkreisen sowie Spezialisten
der Taskforce Vegetationsbrandbekämpfung wie etwa aus Freiburg zum Einsatz. Der Polizeihubschrauber
unterstützte die Löscharbeiten durch Aufklärungsflüge aus der Luft sowie den
Einsatz eines Löschwasserbehälters.

Der Waldbrand war am Montagnachmittag schließlich unter Kontrolle. Der Brandort
wurde über Nacht durchgehend kontrolliert. Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten
dabei festgestellte kleinere Glutnester ab. Die Nachlöscharbeiten dauern
weiterhin an.

Aufgrund der Einsatzmaßnahmen sowie der durch den Waldbrand ausgelösten
erheblichen Steinschlaggefahr bleibt die Lauterbacher Straße bis auf Weiteres in
beide Fahrtrichtungen gesperrt. Die im Brandbereich verlaufende
Hochspannungsleitung bleibt bis zu einer abschließenden Prüfung durch den
Netzbetreiber außer Betrieb.

Durch den Waldbrand ist bislang eine Fläche von etwa 20 Hektar betroffen. Der
Schaden beläuft sich auf circa 400.000 Euro.

Das Polizeirevier Schramberg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung ergaben sich bislang nicht.