19.11.2018 12:44

Vernissage

(Weil am Rhein) Am Wochenende werden in einer Kette von Vernissagen die Ausstellungen der Regionale19 eröffnet. Das Städtische Kulturamt und ...

Am Wochenende werden in einer Kette von Vernissagen die
Ausstellungen der Regionale19 eröffnet. Das Städtische Kulturamt und der
Kunstverein Weil am Rhein haben in diesem Jahr die in Alt-Weil wohnende
Künstlerin Katrin Niedermeier mit der Kuratierung des Weiler Beitrags zur
Regionale beauftragt. Sie hat unter dem Titel "Good News" fünfzehn Künstlerdes trinationalen Raumes Nordwestschweiz, Südbaden und Elsass eingeladen:
Axel Gouala, Emilie Picard, Gerd Paulicke, Stefan Wegmüller, Christine
Fausten, Caroline von Gunten, Bastian Börsig, Olga Gehr, Fabio Luks, Kaspar Bucher, Clara Denidet, Naz Naddaf, Daniel Gaemperle, Mirjam Plattner und Gerome Gadient. Die Vernissage beginnt am Samstag, 24. November um 15 Uhr.

In den vielseitigen künstlerischen Positionen werden alternative Gefüge von Wissen, Wahrnehmung und Macht in verschiedensten Formen und Kontexten künstlerisch verhandelt. Der Betrachter wird unwillkürlich mit einbezogen und dazu animiert, rigide Wissenssysteme sowie standardisierende, historische Narrative zu überdenken, die Objekten, Landschaften, Territorien eingeschrieben sind. Eine Sprache des Unbekannten anzunehmen, Widersprüchlichkeiten und Diskussionen aufkommen zu lassen, könnte als Leitmotiv dieser Ausstellung dienen und uns in den Diskurs mit unseren vielfältigen Vergangenheiten und Subjektivitäten treten lassen.

Alle künstlerischen Werke könnten, abgesehen von der für sie typischen
physischen Materialität und ihrem ureigenen Sein sowie ihrer Zeitlichkeit,
auch als „Werkzeuge“ betrachtet werden, kulturell geprägte Vorurteile oder
sozialgefestigte Positionen zu lockern. Sie könnten gleichzeitig auch als
Hilfsmittel dienen, unser Selbstverständnis in der Welt zu erweitern. Hier
könnten Dinge ins Wanken geraten und uns in einem Zustand der Verwirrung zurücklassen.
Das Prinzip der Dekonstruktion und Rekonfigurierung könnte ein
aufgefrischtes Verständnis alternativer, geschichtlicher Denkstrukturen und
Anordnungen bieten und eine Plattform für kollektives Träumen und
Veränderungen ermöglichen.

Die Regionale19 im Stapflehus vereint verschiedene Kunstformen und
Disziplinen zeitgenössischer Arbeiten von Objekt und Installation hin zu Video, Malerei und konzeptuellen Soundarbeiten ihnen gemeinsam ist die Idee, nicht Antworten geben zu wollen, sondern vielmehr durch das Schaffen von neuen Verbindungen zwischen Darstellung, Objekt und Situation, Denkanstöße zu liefern und dies als Möglichkeit zu betrachten, Dinge zu bewegen bzw. neu zu denken. Stimuliert werden eine persönliche, körperliche und subjektive Erfahrung von „Wirklichkeit“ sowie ein unmittelbares Erleben von Intuition und Reflexion: Dies als Ausdruck einer sich stetig verändernden Beziehung mit der Welt, an Stelle eines Dualismus von Subjekt und Objekt, eine bewusste Erfahrung von Verknüpfungen und Relationen.

Die Öffnungszeiten sind bis zum 6. Januar 2019 samstags von 15 bis 18 Uhr und sonn- und feiertags (außer dem 25. Dezember) von 14 bis 18 Uhr.
Weitere Informationen zur Regionale19 unter www.regionale.org und
www.stapflehus.de.

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