02.05.2022 11:28

Freude über seltene Ehrung im Handwerk

(Karlsruhe) Es ist eine besondere Auszeichnung, die Handwerksmeister/innen zu „ihrem“ Meisterjubiläum von der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe als Würdigung erhalten: Zum 50-jährigen Meisterjubiläum gibt’s den „Goldenen Meisterbrief“, zum 60. Meisterjubiläum den „Diamantenen“.

„Erfreulicherweise konnten wir in diesem Jahr persönlich diese Ehrenauszeichnungen wieder übergeben“, freuten sich Kreishandwerksmeister Frank Zöller, stellvertretende Kreishandwerksmeisterin Birgit Leicht und Geschäftsführer Andreas Reifsteck: „Diese Auszeichnungen nehmen wir sehr gerne vor.“

Ob Bäcker, Schreiner, Kfz-Mechaniker, Installateur oder Elektriker: Rund 60 Meister erhielten in diesem Jahr Auszeichnungen, ein großer Teil der zu Ehrenden folgte der Einladung der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, kam persönlich zum Schloss Gottesaue und ließ sich diesen besonderen Moment nicht nehmen. Die großen Meisterbriefe gab es aus den Händen der Kreishandwerkerschaft – natürlich mit Abstand in diesen Tagen. Die Freude war bei den Geehrten spürbar, ließ bei vielen auch die Erinnerung an „ihre“ Lehrzeit wieder aufblitzen. Viele Meister kamen mit dem Nachwuchs, der mitunter längst den Betrieb leitet, oder der Ehefrau, „die in all den Jahren im Betrieb mitgeholfen hat“, wie Bäcker Röckel aus Pfinztal berichtete.

„Diese Verleihung ist eine wunderschöne Sache“, freute sich Schreiner Bernd Scheytt aus Illingen, der beim Vater in die Lehre ging, 1962 dann seinen Meister machte und heute noch regelmäßig in die Werkstatt geht, wie er lachend zugab, „etwas zu flicken gibt es ja immer“. Nicht alle hatten aber einen eigenen Betrieb, wie Schreiner Wolfgang Masino aus Ettlingen erzählte. Er hat bei Feederle 1960 seine Meisterprüfung gemacht, wählte den Weg in die Industrie.

Besondere Freude an der Verleihung hatte auch Bäcker Karl-Heinz Jooß aus Karlsruhe, der 1972 Meister wurde, und als Innungsobermeister und Gemeinderat noch immer dem Handwerk stark verbunden ist: „Bei solchen Anlässen trifft man ja auch immer seine Weggefährten.“

Der gemeinsame persönliche Austausch soll bei nächster Gelegenheit wieder Teil der Meisterjubiläen werden. „Wenn es wieder Pandemie bedingt machbar ist, werden wir die Altmeisterfeier wieder im gewohnten noch feierlicheren Rahmen machen“, so Geschäftsführer Reifsteck: „Dann ist auch wieder die Möglichkeit gegeben, dass die Geehrten, die sich vielfach ja aus der Meisterschule oder der Innung kennen, untereinander austauschen können.“

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