Kraftstoffpreise im Überblick
(Baden-Baden/Karlsruhe/Pforzheim) In Karlsruhe, Baden-Baden und Pforzheim mussten Autofahrerinnen und Autofahrer für Benzin an diesem Morgen tiefer in die Tasche greifen als letzten Freitag; noch deutlicher fällt der Zuwachs bei Diesel aus.
Dies hat der ADAC Nordbaden e.V. in seiner wöchentlichen Kraftstoffpreisuntersuchung ermittelt. Demnach war Diesel an diesem Morgen in Karlsruhe im Schnitt zehn Cent teurer als letzten Freitag um 8.45 Uhr, in Pforzheim 14 Cent und in Baden-Baden sogar ganze 20 Cent. Sowohl in der Goldstadt als auch in der Kurstadt stieg bei einzelnen Anbietern der Dieselpreis auf über 2,30 Euro je Liter. Der Preis für einen Liter Benzin wurde hingegen in Karlsruhe im Schnitt um fünf Cent angehoben im Vergleich zum Vorwochentag, in Baden-Baden um zwei Cent und in Pforzheim um 13 Cent. Damit kennen die Spritpreise in der Region seit Beginn des Irankriegs vor gut drei Wochen nur eine Richtung: nach oben. Mit 108,56 US-Dollar für ein Barrel der Nordseesorte Brent legte auch der Preis für Rohöl im Wochenvergleich deutlich zu; um ungefähr 7 US-Dollar. Die Gemeinschaftswährung Euro gewann im gleichen Zeitraum leicht an Wert und kostete am Morgen 1,1572 US-Dollar.
ADAC bleibt skeptisch beim Österreich-Modell
Der ADAC hält indes weiterhin an seiner Kritik an der Kraftstoffwirtschaft fest und wirft ihr im Zusammenhang mit den Preisentwicklungen an den Zapfsäulen seit Beginn des Irankriegs Gewinnmaximierung vor. Als Reaktion auf die deutlich gestiegenen Spritpreise infolge des Irankriegs hat die Bundesregierung nun ein Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht. Geplant ist eine Verschärfung des Kartellrechts, um die Spritpreise im Zaum zu halten.
Zudem sollen Tankstellen nach österreichischem Vorbild künftig nur noch einmal am Tag, um 12 Uhr, die Preise erhöhen dürfen. Preissenkungen sollen jederzeit möglich sein. Der ADAC konnte am Montag, 16. März, in der Task Force der Koalitionsfraktionen im Bundestag dafür werben, dass Maßnahmen gegen überteuerte Spritpreise schnell und wirksam umgesetzt werden müssten. In Bezug auf das sogenannte Österreich-Modell bleibt der ADAC skeptisch, ob sich dadurch niedrigere Preise erzielen lassen. Die Maßnahmen sollen nach Vorstellung der Bundesregierung spätestens Anfang April beschlossen werden.
Die Situation in der Region im Überblick
Ein Blick auf die einzelnen Anbieter in Karlsruhe hat bei Benzin Preisveränderungen um minus einen Cent bei einem Anbieter und bis zu plus 16 Cent ergeben. In Baden-Baden mussten Autofahrerinnen und Autofahrer zwischen zwei und vier Cent mehr je Liter zahlen als noch letzten Freitag. In Pforzheim stiegen die Preise noch deutlicher: um 13 bis 14 Cent. Der Durchschnittspreis für Super E10 lag in Karlsruhe bei 2,059 Euro, in Baden-Baden bei 2,015 Euro und in Pforzheim bei 2,137 Euro.
Um sechs bis 16 Cent verteuerte sich in Karlsruhe der Dieselpreise gegenüber dem Vorwochentag. In Baden-Baden stiegen die Preise um 16 bis 22 Cent. Erhöhungen zwischen 14 und 16 Cent ermittelte der ADAC Nordbaden an den Stationen in Pforzheim. Im Schnitt wurde Dieselkraftstoff in Karlsruhe für 2,218 Euro, in Baden-Baden für 2,291 Euro und in Pforzheim für 2,307 Euro angeboten.
Preisvergleich lohnt sich
Vor allem in Karlsruhe lohnte sich an diesem Freitagmorgen ein Preisvergleich vor dem Tanken. Wer vor der Fahrt an die Zapfsäule die Preise verglich, konnte in der Fächerstadt 17 Cent bei Benzin und zwölf Cent bei Diesel sparen. In Baden-Baden lag der Unterschied zwischen günstigstem und teuerstem Anbieter bei je vier Cent für Benzin und Diesel. Mit jeweils drei Cent bei Benzin Diesel war das Sparpotential in Pforzheim erneut am geringsten.
Beim Preisvergleich der Tankstellen hilft die kostenlose Smartphone-App „ADAC Drive“. Neben den aktuellen Kraftstoffpreisen nahezu aller 14.000 Tankstellen in Deutschland bietet die App eine detaillierte Routenplanung.
Tanken in Frankreich und den Nachbarländern nicht automatisch günstiger
Viele Verbraucherinnen und Verbraucher in der Region überlegen derzeit aufgrund der hohen Kraftstoffpreise im benachbarten Ausland wie zum Beispiel Frankreich zu tanken. Tatsächlich sind die Spritpreise in Frankreich in vielen Fällen günstiger. Dies ist aber nicht für jede Tankstelle pauschal zu anzunehmen. Für Autofahrende, die grenznah wohnen oder grenznah pendeln, kann es aus ADAC Sicht aktuell durchaus vorteilhaft sein, ein Auge auf die Preise der nahe gelegenen Tankstellen in Frankreich zu haben. Wer allerdings große Umwege hierfür in Kauf nehmen müsste, ist meist besser beraten, die Preise der hier ortsansässigen Tankstellen zu vergleichen und nicht extra zum Tanken ins Ausland zu fahren.
Hier die am Freitagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E10, Super E5 und Dieselkraftstoff:
Super E10 wurde in Karlsruhe für 1,989 Euro bis 2,159 Euro, in Baden-Baden für 1,989 Euro bis 2,029 Euro, in Pforzheim für 2,129 Euro bis 2,159 Euro angeboten.
Super E5 kostete in Karlsruhe 2,049 Euro bis 2,219 Euro, in Baden-Baden 2,049 Euro bis 2,089 Euro, in Pforzheim 2,189 Euro bis 2,219 Euro.
Diesel kostete in Karlsruhe 2,169 Euro bis 2,289 Euro, in Baden-Baden 2,269 Euro bis 2,309 Euro, in Pforzheim 2,299 Euro bis 2,329 Euro.
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