23.10.2021 14:01

Zahl der Hochbetagten hat sich seit 1980 mehr als vervierfacht

In Baden-Württemberg lebten am 31.12.2020 rund 321 400 Personen, die 85 Jahre oder älter waren.1 Knapp zwei Drittel in dieser Altersgruppe der Hochbetagten sind Frauen (207 400) und lediglich gut ein Drittel Männer (114 000).

Immerhin rund 2 600 sind sogar bereits 100 Jahre oder älter, davon 2 100 Frauen und 500 Männer. Die Zahl der 85-Jährigen und Älteren hat seit Gründung des Südweststaats im Jahr 1952 einen neuen Höchststand erreicht und sich allein seit 1980 mehr als vervierfacht (Schaubild).

Die Gründe für diese Entwicklung sind zum einen auf die Altersstruktur der Bevölkerung und zum anderen auf die stetig steigende Lebenserwartung zurückzuführen: Ein neugeborener Junge kann heute in Baden-Württemberg auf eine durchschnittliche Lebenserwartung von knapp 80 Jahren hoffen, ein neugeborenes Mädchen sogar auf gut 84 Jahre. Damit liegt die Lebenserwartung Neugeborener nach Angaben des Statistischen Landesamtes um knapp 10 Jahre bei den Frauen bzw. um gut elf Jahre bei den Männern höher als zu Beginn der 1970er-Jahre.

Die meisten Hochbetagten leben im Stadtkreis Stuttgart (17 900), dem einwohnerstärksten Kreis in Baden-Württemberg. Allerdings liegt deren Anteil an der Gesamtbevölkerung mit 2,8 % nur knapp im Landesdurchschnitt (2,9 %). Am höchsten ist dieser Anteil in Baden-Baden: Dort sind 3,9 % der Bevölkerung 85 Jahre oder älter; jeder 26. Bürger in der Kur- und Bäderstadt zählt damit zu dieser Altersgruppe. Am geringsten ist der Hochbetagtenanteil in den Landkreisen Tübingen und Biberach sowie in der Stadt Freiburg im Breisgau mit lediglich 2,4 bzw. 2,5 % (Kreistabelle).

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Alle Werte im Text sind auf 100 Personen gerundet.

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