02.03.2026 12:32

Internationale Wochen gegen Rassismus

(Lörrach) Vom 12. bis 29. März 2026 beteiligt sich Lörrach zum achten Mal an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Zahlreiche ...

Internationale Wochen gegen Rassismus

Vom 12. bis 29. März 2026 beteiligt sich Lörrach zum achten Mal an den Internationalen Wochen gegen Rassismus. Zahlreiche Vereine, Kultureinrichtungen, Initiativen, Religionsgemeinschaften, Einrichtungen der Jugendarbeit sowie die Stadt Lörrach gestalten gemeinsam ein vielseitiges Programm und setzen damit ein starkes Zeichen für ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander.

Die Veranstaltungsreihe informiert über Erscheinungsformen von Rassismus in unserer Gesellschaft, fördert Begegnung, Sensibilisierung und inhaltlichen Austausch zwischen unterschiedlichen Zielgruppen und bietet mit Workshops, Vorträgen, Filmen, Austauschformaten, Führungen, Theater, Gottesdiensten und Ausstellungen vielfältige Möglichkeiten zur Auseinandersetzung und Weiterbildung sowie zur Solidarität mit Betroffenen.

Ein aktueller Bericht des Nationalen Diskriminierungs- und Rassismusmonitors 2025 zeigt deutlich: Rassistische Einstellungen sind in Deutschland weiterhin verbreitet. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung vertritt entsprechende Positionen. Besonders betroffen von Rassismus und Diskriminierung sind muslimische Menschen sowie Schwarze Frauen und Männer.

Oberbürgermeister Jörg Lutz betont: „Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend. Hinter den Zahlen stehen Menschen, die Diskriminierung erfahren – auch in unserer Stadt, in Schulen oder am Arbeitsplatz. Das dürfen wir nicht hinnehmen. Rassismus, Antisemitismus und jede Form von Diskriminierung treten wir entschieden entgegen. Die Internationalen Wochen gegen Rassismus schaffen Raum für Information, Dialog und Begegnung. Sie machen die positive Bedeutung kultureller Vielfalt sichtbar und stärken das respektvolle Zusammenleben in Lörrach.“

Das bundesweite Motto der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 der Stiftung gegen Rassismus lautet:
„100 % Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus.“

Diesem Leitgedanken folgend bieten die Lörracher Veranstalterinnen und Veranstalter ein breit gefächertes Programm für alle Altersgruppen. Insgesamt 28 Veranstaltungen und zwölf Gottesdienste werden von zahlreichen Akteurinnen und Akteuren der Stadtgesellschaft gestaltet. Workshops vermitteln Strategien, um menschenfeindlichen Äußerungen und rassistischen Parolen argumentativ zu begegnen. Filme, Theater, Vorträge und Führungen geben Einblicke in die Lebensrealitäten von Menschen, die von Rassismus betroffen sind. Diskussionsformate und Mitmachangebote laden dazu ein, sich mit Demokratie, europäischer Verantwortung und der Geschichte des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Kreativangebote, Gaming-Formate und spezielle Workshops sprechen insbesondere junge Menschen an.

Den offiziellen Auftakt bildet am 16. März um 17 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Was ihr nicht seht“ zum Thema Alltagsrassismus in Deutschland in der Volkshochschule Lörrach im Alten Rathaus. Oberbürgermeister Jörg Lutz eröffnet die Ausstellung gemeinsam mit Katrin Nuiro von der VHS Lörrach-Steinen.

Am 21. März, dem Internationalen Tag gegen Rassismus, finden ganztägig Veranstaltungen an verschiedenen Orten im Stadtgebiet statt. Auf dem Alten Markt laden von 11 bis 15 Uhr mehrere Organisationen zu einem Aktionstag ein. Eine interaktive Landkarte zum Migrationshintergrund der Lörracher Bevölkerung, ein Meinungskubus sowie Informationsstände bieten Raum für Austausch, Information und Beteiligung.

Am 24. März veranstaltet die Stadt Lörrach zudem einen Einbürgerungsempfang für alle 2024 und 2025 neu eingebürgerten Bürgerinnen und Bürger. Damit heißt die Stadt diejenigen willkommen, die unter teils schwierigen Bedingungen nach Deutschland gekommen sind, Herausforderungen gemeistert und erfolgreich den Weg zur Einbürgerung gegangen sind. Lörrach setzt damit ein klares Zeichen: Menschen mit Migrationserfahrung sind eine Bereicherung für die Stadtgesellschaft.

Als Schirmherr lädt Oberbürgermeister Lutz alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich an den Veranstaltungen zu beteiligen: „Dass sich so viele Einrichtungen und Initiativen Jahr für Jahr engagieren, ist ein starkes Signal für unsere Stadt. Ich danke allen Mitwirkenden herzlich und wünsche inspirierende Veranstaltungen, die Perspektivwechsel ermöglichen und das Miteinander stärken.“

Ein kompaktes Faltblatt mit allen Programmpunkten liegt im Stadtgebiet aus. Detaillierte Informationen sowie Hintergründe zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus sind unter
www.loerrach.de/wochen-gegen-rassismus
abrufbar.

Hintergrund
In Erinnerung an das Massaker von Sharpeville am 21. März 1960 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1966 den 21. März zum Internationalen Tag zur Überwindung von Rassismus. Seit 2002 finden in Deutschland Aktionswochen rund um dieses Datum statt, seit 2008 in einem zweiwöchigen Format.

Die bundesweite Koordination übernimmt seit 2016 die Stiftung gegen Rassismus. Ziel ist es, ein deutliches Zeichen für Demokratie, Menschenrechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu setzen und rassistischen sowie rechtsextremen Tendenzen entschlossen entgegenzutreten.

Deutschlandweit werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März begangen. In Lörrach umfasst der Veranstaltungszeitraum 2026 den 12. bis 29. März. Weitere Informationen unter www.stiftung-gegen-rassismus.de

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 - die Akteure
Bündnis 90/ Die Grünen (Ortsverband und Fraktion), Bündnis für Demokratie 5 vor 12, Burghof Lörrach, Café Kirche - himmlisch genießen, Cineplex Lörrach, Diakonisches Werk im Landkreis Lörrach, Ev. Kirchengemeinde Lörrach / Campus Stadtkirche
Ev.-Reformierte Koreanische Gemeinde, Evangelische Erwachsenenbildung Hochrhein-Markgräflerland, Evangelische Allianz, Evangelisches Dekanat Markgräflerland, Free Cinema e. V., Freundeskreis der Stadtbibliothek e. V. , IGMG Fatih Moschee Lörrach, Israelitische Kultusgemeinde Lörrach K.d.ö.R., Jugendrat Lörrach, Kinder- und Jugendchor Lörrach e. V., Lörrach International e. V., Nellie Nashorn Soziokultur gGmbH, Neumattschule und Projekt "Miteinander im Neumattquartier!", Pfarrgemeinde St .Bonifatius, pro familia e. V., ROSA e.V., SAK Jugendbüro, Schubert-Durand-Stiftung, SPD Lörrach, Stadt Lörrach, Fachbereich Bildung/Soziales/Sport, Stadt Lörrach, Fachbereich Kultur und Tourismus, Stadt Lörrach, Teilhabe- und Integrationsbeirat, Stadt Lörrach, Touristinformation, Theater Tempus fugit, UNICEF, Volkshochschule Lörrach & Steinen, Werkraum Schöpflin.



Oberbürgermeister Jörg Lutz auf unserem Bildmit den Akteuren der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026.

Bild: Stadt lörrach