27.07.2020 15:47

Radschnellweg kommt voran

(Denzlingen/Emmendingen/Waldkirch) Die Planung des Radschnellwegs „RS 6“ zwischen Freiburg, Denzlingen, Waldkirch und Emmendingen nimmt Fahrt auf.

Im Spätherbst soll die Öffentlichkeitsbeteiligung für die Ypsilon-förmige Trasse starten. Am Montag informierten Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer und Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn im Rahmen einer Radtour über den Planungsstand des Großprojekts und das weitere Vorgehen. An der Veranstaltung in Gundelfingen nahmen auch zahleiche weitere Vertreter der Politik und der Verwaltung teil.



„Dieser Radschnellweg wird sich zum Rückgrat des regionalen Radverkehrsnetzes für Pendler und Freizeitradler im Breisgau entwickeln. Ich freue mich, dass die gesamte Region dieses wichtige Projekt unterstützt und vorantreibt. Wir leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz sowie zur Sicherheit und zur Gesundheit der Menschen“, sagte Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer.



Oberbürgermeister Martin Horn ergänzte: „Dieser Radschnellweg ist ein regionales Großprojekt mit Signalwirkung über Gemarkungsgrenzen hinweg. Die Maßnahme wird der Verkehrswende in der Region einen weiteren Schub geben. Die Dimension des RS 6 ist enorm: Allein der kleinere Freiburger Abschnitt wird eine Investition von grob geschätzt zehn Millionen Euro mit sich bringen.“



Die eigenständige, durchgängige und breite Trasse des Radschnellwegs soll ein störungsfreies, sicheres Vorankommen ermöglichen und damit insbesondere Pendlern den Umstieg auf das umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern. Einer Machbarkeitsstudie zufolge liegt das Verkehrspotenzial auf der Hauptachse im Raum Freiburg bei bis zu 12.000 Radfahrern am Tag – damit belegt der RS 6 einen Spitzenplatz im Land.



Die rund 21 Kilometer langen Teilstrecken von der Stadtgrenze Freiburgs bis nach Waldkirch und Emmendingen plant und baut das RP im Auftrag des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg. Die fünf Kilometer lange Etappe auf dem Stadtgebiet übernimmt die Stadt Freiburg. Um Flächen zu sparen, sollen möglichst viele bestehende Wege verwendet werden. Die Planungskosten der Teilstrecken des Landes liegen bei rund 1,4 Millionen Euro. Davon steuert das Bundesverkehrsministerium rund 1,1 Millionen Euro bei.



Wie die Planer des RP und der Stadt am Montag berichteten, sehe der Zeitplan des Gesamtprojekts den Baubeginn im Jahr 2027 vor. Bei einzelnen Teilstrecken könne es aber auch schneller gehen: Das RP sei bestrebt, Projektabschnitte zu bilden, damit deren Planung und Bau beschleunigt und vorgezogen werden können. Bis zum Bau soll nun eine Vorzugsvariante bestimmt und soweit ausgearbeitet werden, dass sie planfestgestellt werden kann. Danach erfolge die Ausführungsplanung als Grundlage für die Bauvorbereitung und den Bau.



Auch die Kommunen und die Bevölkerung werden in die Planung einbezogen. Eine erste öffentliche Veranstaltung wird voraussichtlich im Spätherbst stattfinden – vorausgesetzt die Entwicklung der Corona-Pandemie lässt dies zu. Das Beteiligungskonzept sieht außerdem Vor-Ort-Termine sowie eine Internetseite zu dem Projekt vor.

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