29.01.2020 12:41

Versuchsbäume werden gepflanzt

(Villingen-Schwenningen) Die Wälder in Deutschland wurden zuletzt durch Hitzeperioden und ungewöhnlich lange Trockenzeiten unter Stress gesetzt. Aus Sicht von Klimaexperten werden Sommerjahre wie 2018 oder 2019 zukünftig häufiger sein und heimische Baumarten in Schwierigkeiten bringen.

Die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt in Freiburg (FVA) betreibt seit über 100 Jahren zahlreiche Versuchsanbauten in Baden-Württemberg. Noch ist das Netz der Versuchsflächen nicht dicht genug gewoben, um alle Standortregionen abbilden zu können. Im Fokus stehen dabei Baumarten aus Regionen mit hohen Sommertemperaturen und niedrigen Sommerniederschlägen bei gleichzeitiger Toleranz gegen Frost und Spätfrost.
Auf Initiative des Forstamtsleiters Tobias Kühn entsteht derzeit in Zusammenarbeit mit der FVA eine Versuchsfläche im Revier von Stadtforstamtsrat Jörg Hammes am Klosterwald zwischen Villingen und Schwenningen: ein Hektar eines Fichtenaltholzes geringer Qualität wurde dafür diese Woche gerodet und wird anschließend eingezäunt. Im Frühjahr werden die Versuchsbäume gepflanzt, rund 3.000 Stück. Vorgesehen sind Atlaszedern, Bornmüller Tannen und Douglasien. Die Douglasie dient als schon gut erforschte Vergleichsbaumart, die vor über 100 Jahren aus Nordamerika eingeführt wurde. "Sollten sich die neuen Baumarten bewähren, ergeben sich für den Stadtwald Villingen-Schwenningen neue Optionen", so Kühn.

Anzeigen
Anzeigen