29.09.2026 17:44

Vorarlberg hat seine Ausgaben für Kommunikation deutlich reduziert

(Bregenz) Das Land Vorarlberg hat seine Ausgaben für Kommunikation in den vergangenen Jahren deutlich reduziert.

Darauf verweist Landeshauptmann Markus Wallner heute (29. September) im Rahmen der Beantwortung einer Landtagsanfrage. Von 2024 bis einschließlich 2026 wurden die Kampagnenbudgets um rund 2,82 Millionen Euro bzw. 67 Prozent gekürzt. Gleichzeitig wurde das Sachkostenbudget der Landeskommunikation seit 2020 um rund 1,5 Millionen Euro auf rund 500.000 Euro und damit um zwei Drittel gesenkt. „Wir setzen auch in der Kommunikation konsequent auf einen sparsamen und effizienten Mitteleinsatz. Die Zahlen zeigen klar: Die Ausgaben wurden massiv zurückgefahren“, betont Wallner.

Möglich wurde die Reduktion unter anderem durch die Weiterentwicklung des Kommunikationsmixes. Beispielsweise erreichen digitale Kanäle Zielgruppen direkter und effizienter. Gleichzeitig werden Leistungen verstärkt innerhalb der Landesverwaltung erbracht.

Mehr Leistung mit begrenztem Personalzuwachs

Den deutlichen Einsparungen bei den Sachausgaben stehen gleichzeitig erheblich gestiegene Anforderungen gegenüber. Neben stetig wandelnden Erfordernissen der neuen Medien sind durch neue gesetzliche Vorgaben wie die Informationsfreiheit mehr Kommunikationsaufwand entstanden. Die Zahl der schriftlichen Medienanfragen beispielsweise hat sich stark erhöht, allein im Zeitraum von Jänner bis August 2026 bearbeitete die Landeskommunikation mehr als doppelt so viele Anfragen wie im Vergleichszeitraum ein Jahr zuvor. Die Landeskommunikation wurde dafür organisatorisch weiterentwickelt und Personal intern umgeschichtet. Insgesamt betrug der Personalzuwachs lediglich 1,95 Vollzeitäquivalente; dazu zählt erstmals eine eigene Social-Media-Stelle.

Das Land setzt dabei auf umfassende Transparenz. Seit 1. Juli 2023 werden Medienaufträge und Kampagnen über „Vorarlberg transparent“ veröffentlicht. Auch das Sachkostenbudget der Landeskommunikation ist über die öffentlich zugänglichen Rechnungsabschlüsse nachvollziehbar. „Wir legen offen, wofür öffentliche Mittel eingesetzt werden, und überprüfen laufend, wo Kommunikation noch effizienter werden kann“, so Wallner in Bregenzp. „Der eingeschlagene Weg ist klar: weniger Sachausgaben, gezielterer Mitteleinsatz und verstärkte Nutzung digitaler Möglichkeiten.“