Wachstum gegen den Trend - Mehr Gäste
(Baden-Baden) Der Tourismus in Baden-Baden hat im ersten Halbjahr2026 deutlich zugelegt. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts ...
Der Tourismus in Baden-Baden hat im ersten Halbjahr2026 deutlich zugelegt. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamts haben Gäste aus dem In- und Ausland von Januar bis Ende Juni insgesamt 415.755Übernachtungen in Betrieben mit mehr als zehn Betten in der Stadt und im Rebland gebucht. Das entspricht einem Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum .Noch stärker stieg die Zahl der Gästeankünfte: 192.822 bedeuten einen Zuwachs von8,6 Prozent. „Baden-Baden hat sich in einem insgesamt herausfordernden Marktumfeld positiv entwickelt“, sagt Nora Waggershauser, Geschäftsführerin der Baden-Baden Tourismus GmbH (BBT) und erklärt: „Wie erhofft wirken sich die Wiedereröffnungen der großen Luxushotels direkt positiv aus. Nun stehen wieder mehr Bettenkapazitäten im wichtigen Luxussegment zur Verfügung. “Bemerkenswert ist die Kontinuität der Entwicklung: In jedem einzelnen Monat desersten Halbjahres lag die Zahl der Übernachtungen über dem jeweiligen Vorjahresmonat. Stärkster Monat war der Mai mit mehr als 80.000 Übernachtungen. Prozentual besonders dynamisch entwickelten sich die Gästezahlen im Januar mit einem Plus von rund neun Prozent und im März mit einem Zuwachs von knapp zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Besonders stark entwickelte sich weiterhin der deutsche Markt. In den ersten sechs Monaten kamen 138.045 Gäste aus dem Inland nach Baden-Baden – 10,5 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Sie verbrachten 313.562 Nächte an der Oos, ein Plus von 5,6 Prozent. Gleichzeitig haben Buchungen von internationalen Gästen zugenommen. Nachdem deren Anteil im vergangenen Jahr rückläufig gewesen war, zeigt die Kurve wieder nach oben. Im ersten Halbjahr wurden 54.777 Gäste aus dem Auslandgezählt, 4,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf sie entfielen 102.193 Übernachtungen –ein Zuwachs von 2,7 Prozent. Bei den wichtigsten internationalen Märkten zeigt sich ein weitgehend vertrautes Bild: Frankreich, die Schweiz und die USA bilden die drei wichtigsten Auslandsmärkte, gefolgt von den Niederlanden. Zunehmend entdecken Reisende aus Südeuropa Baden-Baden und das Rebland. Gäste aus Spanien und Italien waren im Frühsommer häufig in Baden-Baden zu sehen. Beide Länder sind in den Top Ten der wichtigsten Auslandsmärkte. Diese Auslandsmärkte können nach Einschätzung von BBT-Geschäftsführerin Waggershauser in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung für Baden-Baden gewinnen: „In der Tourismusbranche wird zunehmend von ‚Coolcation‘ gesprochen. Reisende werden sich perspektivisch in den heißen Sommermonaten bewusster für Destinationen mit gemäßigteren Temperaturen entscheiden. Dies gilt vor allem auch für Gäste aus Südeuropa sowie aus anderen von großer Sommerhitze geprägten Regionen.“ Auch wenn der diesjährige Sommer in Deutschland von außergewöhnlicher Hitze geprägt war, sieht Waggershauser darin eine Chance für Baden-Baden: „Wenn die Sommer in klassischen Urlaubsländern immer heißer werden, gewinnen Destinationen mit einem angenehmen Klima an Bedeutung. Baden-Baden kann hier mit seiner Lage am Schwarzwald, seinen Parkanlagen, viel Grün, kurzen Wegen und einem Angebot punkten, das Kultur, Natur und Erholung miteinander verbindet. Dies bewerben wir als BBT gezielt.“ Dabei gehe es nicht darum, kurzfristigen Trends hinterherzulaufen, sondern Baden-Badens Stärken konsequent weiterzuentwickeln und internationalsichtbar zu machen.
Mit seinen guten Zuwachsraten stemmt sich der Tourismus in Baden-Baden gegen den Trend in Baden-Württemberg: Während Baden-Baden bei den Übernachtungen um 4,9 Prozent zulegte, wurden in Baden-Württemberg im ersten Halbjahr insgesamt 1,3Prozent weniger Übernachtungen registriert. Auch der Schwarzwald konnte nicht an die Entwicklung des Vorjahres anknüpfen, die Übernachtungszahlen sanken um 0,6Prozent.
Bild: Baden-Baden Tourismus
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