03.12.2018 13:02

Kontaktstelle Frau und Beruf ausgezeichnet - Erfolgreiches Mentorinnen-Programm wird fortgesetzt

(Villingen-Schwenningen) Das Mentorinnen-Programm für Frauen mit Migrationshintergrund wird von der Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg auch im nächsten Jahr fortgesetzt. Das Mentorinnen-Programm ist Teil eines landesweiten Programms und richtet sich an Frauen mit Migrationshintergrund, die beruflich in Deutschland Fuß fassen möchten. Gefördert wird das Programm durch das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau in Baden-Württemberg.

In diesem Jahr hat die regionale Kontaktstelle Frau und Beruf vier Tandems betreut. Die beteiligten Frauen kommen zum Beispiel aus Russland, Syrien und Rumänien, sagt Miriam Kammerer, Leiterin der Kontaktstelle Frau und Beruf. „Es macht Spaß, zu sehen, wie sich die Frauen in den Monaten des Programms weiterentwickeln“, sagt sie. Besonders erfreulich sei, dass zwei der betreuten Frauen bereits während des Programms eine passende Stelle gefunden haben. „Unsere Mentorinnen waren sehr engagiert und haben Tolles geleistet – ohne diese Frauen wäre ein solches Programm undenkbar“, lobt Miriam Kammerer das ehrenamtliche Engagement der vier Mentorinnen.

Vergangene Woche sind die Leiterinnen der zwölf Kontaktstellen in Baden-Württemberg von Staatssekretärin Katrin Schütz im Stuttgarter Hospitalhof für ihren Einsatz rund um das Mentorinnen-Programm ausgezeichnet worden. „Der Fachkräftemangel wird ein immer größeres Hindernis im Innovationsgeschehen und im Standortwettbewerb. Wir müssen deshalb noch gezielter alle Potenziale im Land für den Arbeitsmarkt nutzen. Die wertvollen Kompetenzen von Frauen mit Migrationsgeschichte müssen dabei noch stärker in unseren Fokus rücken“, sagte Schütz und dankte für die wertvolle Arbeit der Kontaktstellen.

Ab sofort können sich interessierte Frauen bei der Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg für 2019 anmelden. Als „Mentee“, also Personen, die von Mentoren betreut werden, können sich Frauen mit Migrationshintergrund bewerben, die über eine berufliche Qualifikation und Deutschkenntnisse auf Niveau B1 verfügen. Mentorin kann werden, wer mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in Deutschland hat. Es dürfen sich gern auch Frauen melden, die bereits in Rente oder gerade in Elternzeit sind. Das Engagement erfolgt ehrenamtlich. „Selbstverständlich“, betont Miriam Kammerer, „werden die Mentorinnen und Mentees von uns begleitet. Darüber hinaus gibt es landesweite Angebote, von denen Mentorinnen und Mentees gleichermaßen profitieren“.


Die Kontaktstelle Frau und Beruf Schwarzwald-Baar-Heuberg wird vom Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg gefördert. Die Mitarbeiterinnen beraten Frauen in beruflichen Fragen wie Wiedereinstieg, Umstieg oder Existenzgründung. Als Trägerverbund zwischen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg und der Handwerkskammer Konstanz (HWK) ist die Kontaktstelle in den Räumen der IHK in Villingen-Schwenningen angesiedelt. Anmeldungen für das Mentorinnen-Programm und kostenlose Beratungstermine können unter 07721 922-520 oder unter info@frauundberuf-sbh.de vereinbart werden.

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