30.12.2021 16:31

Kraftstoffpreise im Überblick

(Baden-Baden/Karlsruhe/Pforzheim) Kurz vor dem Jahreswechsel wurden Benzin und Diesel an den Tankstellen in der Region größtenteils teurer.

Kurz vor dem Jahreswechsel wurden Benzin und Diesel an den Tankstellen in der Region größtenteils teurer. So stiegen die Durchschnittspreise für Kraftstoffe in Karlsruhe und Pforzheim jeweils um einige Cent an, lediglich der Dieselpreis in Baden-Baden blieb auf dem Vorwochenniveau. Grund für den erneuten Anstieg dürfte vor allem der Rohölmarkt sein. Zu Beginn der Woche waren die Rohölpreise zeitweise auf den höchsten Stand seit Ende November gestiegen. Am Donnerstagmorgen notierte das Barrel der Nordseesorte Brent noch knapp über der 79 US-Dollar-Marke und war damit etwa vier Dollar teurer als vor einer Woche.



Zum 1. Januar 2022 steht die zweite Stufe der CO2-Bepreisung an. Die Preise für Benzin und Diesel werden dann um etwa eineinhalb Cent pro Liter ansteigen, die Erhöhung fällt damit allerdings wesentlich niedriger aus als im letzten Jahr.



Laut der Kraftstoffpreisuntersuchung des ADAC Nordbaden e.V. am Donnerstagmorgen erhöhten die Tankstellen in Karlsruhe ihre Benzinpreise um bis zu elf Cent gegenüber dem Vorwochentag. In Baden-Baden wurde der Kraftstoff um bis zu acht Cent teurer. Eine Korrekturspanne von minus drei bis plus sechs Cent war hingegen in Pforzheim zu beobachten. Der Durchschnittspreis an den Markentankstellen stieg in der Fächerstadt um drei Cent, in Baden-Baden um vier Cent und in Pforzheim um einen Cent an. Im Schnitt wurde Super E10 dann in Karlsruhe für 1,635 Euro, in Baden-Baden für 1,617 Euro und in Pforzheim für 1,629 Euro angeboten.



Der Dieselpreis unterlag in Karlsruhe Korrekturen von minus drei bis plus fünf Cent. In Baden-Baden gab es gegenüber letztem Donnerstag Änderungen von minus fünf bis plus vier Cent. In Pforzheim war eine Spanne von minus drei bis plus sechs Cent zu erkennen. Der Durchschnittspreis stieg damit an den Markentankstellen in Karlsruhe um etwa zwei Cent und in Pforzheim um einen Cent an. Das durchschnittliche Preisniveau in Baden-Baden blieb hingegen unverändert. Der Liter Diesel kostete dann im Schnitt in der Fächerstadt 1,567 Euro, in Baden-Baden 1,517 Euro und in Pforzheim 1,537 Euro.



In Karlsruhe lagen zwischen der teuersten und der günstigsten Station 10 Cent je Liter Benzin, beim Diesel waren es in Baden-Baden acht Cent je Liter. Der ADAC Nordbaden empfiehlt Autofahrern daher grundsätzlich, die Preise vor dem Tanken zu vergleichen und die Tageszeit im Blick zu behalten. Auswertungen des ADAC haben ergeben, dass die Kraftstoffpreise in der Regel zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind. Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es auch unter www.adac.de/tanken.



Hier die am Donnerstagmorgen ermittelten Höchst- und Tiefstpreise (an Marken- und Freien Tankstellen) für Super E10, Super E5 und Dieselkraftstoff:

Super E10 wurde in Karlsruhe für 1,609 Euro bis 1,709 Euro, in Baden-Baden für 1,599 Euro bis 1,629 Euro, in Pforzheim für 1,609 Euro bis 1,649 Euro angeboten.

Super E5 kostete in Karlsruhe 1,669 Euro bis 1,769 Euro, in Baden-Baden 1,659 Euro bis 1,689 Euro, in Pforzheim 1,669 Euro bis 1,709 Euro.

Diesel kostete in Karlsruhe 1,529 Euro bis 1,599 Euro, in Baden-Baden 1,459 Euro bis 1,539 Euro, in Pforzheim 1,519 Euro bis 1,549 Euro.

Tanken im Jahr 2021 – Günstig nur zum Jahresstart



Zu Jahresbeginn profitierten Autofahrer noch von den niedrigen Rohölpreisen, die im Jahresverlauf allerdings Schritt für Schritt angestiegen sind und dadurch auch das Tanken teurer wurde. Sinkende Corona-Beschränkungen sorgten für eine steigende Rohöl-Nachfrage, das Angebot blieb jedoch gleichzeitig knapp, weil große Förderländer wie Saudi-Arabien oder Russland ihre Produktion nur vorsichtig ausweiteten. Kostete Rohöl zu Jahresbeginn noch 50 Dollar je Fass, stiegen die Preise im November zeitweise auf mehr als 85 Dollar. Danach gaben die Märkte wieder ein Stück weit nach.



Ein Blick auf den Jahresdurchschnittspreis* von Benzin und Diesel zeigt, dass das Tankjahr 2021 ohne die zusätzliche CO2-Bepreisung in etwa mit dem Tankjahr 2019 vergleichbar wäre. Das Jahr 2020 war pandemiebedingt ein außergewöhnlich günstiges Jahr. Die Jahrestiefstwerte* für Benzin und Diesel lagen im Januar und Februar 2021, die höchsten Preise wurden dagegen im November festgestellt, nachdem die Werte im Laufe des Jahres immer weiter gestiegen waren. Die Jahreshöchstpreise* knackten teilweise sogar die bisherigen Rekorde aus dem Jahr 2012, die Jahresdurchschnittspreise* waren 2021 insgesamt jedoch niedriger als 2012.

*Der Wert bezieht sich auf die gemessenen Preise im Rahmen der wöchentlichen Kraftstoffpreisuntersuchung des ADAC Nordbaden (immer freitags).

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