Arbeitsmarkt im Überblick
(Lörrach/Waldshut-Tiengen) Im Dreiländereck waren im Juni 11.819 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 116 Personen mehr als im Mai. Die Arbeitslosenquote liegt weiterhin bei 5,2 Prozent.
„Der leichte Anstieg der Arbeitslosigkeit ist nicht ungewöhnlich. In diesem Jahr fällt er allerdings etwas stärker aus. Die anhaltende wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf unseren Arbeitsmarkt aus.“, fasst Jenniefer Schmucker, Leiterin der Lörracher Agentur für Arbeit die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt zusammen.
Als Grund für die gedämpfte Dynamik nennt die Agenturleiterin vor allem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Trotz des weiterhin bestehendem Fachkräftebedarf in vielen Branchen, halten sich Unternehmen mit Neueinstellungen derzeit zurück.
„Besonders deutlich zeigt sich das daran, dass weniger arbeitslose Menschen eine Beschäftigung aufnehmen können. In diesem Monat haben nicht mehr Menschen ihren Arbeitsplatz verloren, es dauert nur sehr viel länger, bis der Wiedereinstieg gelingt“, ordnet Schmucker die Entwicklung ein. Auch den Anstieg der Langzeitarbeitslosigkeit und den Rückgang der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bewertet sie als Zeichen der nachlassenden Dynamik: „Gerade jetzt kommt es darauf an, Menschen durch unsere Beratung, Qualifizierung und gezielte Vermittlung möglichst früh wieder in Arbeit zu bekommen.“
Arbeitslosenquote stagniert
Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Lörrach bei 5,2 Prozent. Im Landkreis Lörrach liegt der Anteil der Arbeitslosen an den Erwerbspersonen bei 5,5 Prozent, im Landkreis Waldshut bei 4,8 Prozent.
Leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit
Im Juni wurden in den Landkreisen Lörrach und Waldshut 11.819 Arbeitslose gezählt (plus 116). Im Landkreis Lörrach nahm die Arbeitslosigkeit um 89 auf 7.218 und im Landkreis Waldshut um 27 auf 4.601 zu.
Nachlassende Dynamik bei den Zu- und Abgängen
1.957 Personen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos. Davon kamen 782 Personen direkt aus Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 1.852 Personen ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 629 Personen eine Beschäftigung auf.
Arbeitskräftenachfrage sinkt gegenüber Mai
Dem Arbeitgeberservice wurden im Juni 569 neue Stellen von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das sind 64 weniger als vor einem Monat und 35 mehr als vor einem Jahr.
Der Stellenbestand ist gegenüber dem Vormonat um 129 gestiegen und liegt nun bei 2.360.