Ermittlungen nach Brand
(Friedrichshafen) Bei einem Brand auf einem Sportgelände in der Straße "Am Sportpark" ist in der Nacht von Freitag auf Samstag Sachschaden in ...
Bei einem Brand auf einem Sportgelände in der Straße "Am Sportpark" ist in der
Nacht von Freitag auf Samstag Sachschaden in Höhe von rund 100.000 Euro
entstanden. Passanten verständigten gegen Mitternacht über Notruf die Polizei,
weil aus einem ehemals als Sportstätte genutzten Stadiongebäude Flammen
schlugen. Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der
Polizei rückten mit einem Großaufgebot an. Die Wehrleute bekamen das Feuer, das
sich auf der Südseite des Gebäudes im Erdgeschoss und im Obergeschoss
ausgebreitet hatte, zügig in Griff, sodass die Löscharbeiten kurz nach 1.30 Uhr
beendet werden konnten. Erste Ermittlungen der Polizei am Brandort sowie die
Angaben von Zeugen erhärteten den Verdacht, dass das Stadion mutwillig in Brand
gesetzt worden war. Im Rahmen einer Fahndung, bei der neben Beamten des
Polizeireviers Friedrichshafen auch die Bundespolizei eingebunden war, konnten
in unmittelbarer Nähe des Brandorts drei Tatverdächtige im Alter von 17, 20 und
21 Jahren vorläufig festgenommen werden, welche jedoch mangels Fluchtgefahr
zwischenzeitlich wieder auf freiem Fuß sind. Bei den weiteren Ermittlungen
stellte sich heraus, dass das Trio offenbar ein Selbstlaborat hergestellt hatte,
welches einer der Tatverdächtigen durch ein Fenster in das Stadiongebäude
geworfen hat. Dieses explodierte und löste das Feuer aus. Einen zweiten selbst
hergestellten Sprengkörper warf die dreiköpfige Gruppe wenig später auch in
einen Mülleimer im Riedlewald, der ebenfalls explodierte. Die Kriminalpolizei
Friedrichshafen hat Ermittlungen wegen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion
gegen die drei deutschen Tatverdächtigen eingeleitet, welche andauern.