Kindertagesbetreuung wird neu aufgestellt
(Bad Krozingen) In Bad Krozingen wird die Kindertagesbetreuung neu aufgestellt. Die Container-Kitas werden aufgelöst.
Die Große Kreisstadt Bad Krozingen stellt ihre Kindertagesbetreuung für die kommenden Jahre neu auf. Die beiden bisherigen Container-Kitas am
Rebberg und Löwenherz werden als eigenständige Einrichtungen aufgelöst. Die dortigen Betreuungsangebote gehen künftig in bestehende Kindertageseinrichtungen über.
In den vergangenen zehn Jahren hat die Stadt erheblich in den Ausbau ihrer Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur investiert. Angesichts des über Jahre hinweg steigenden Bedarfs wurden bestehende Einrichtungen erweitert, zusätzliche Betreuungsplätze geschaffen und ergänzend
temporäre Einrichtungen in Containerbauweise errichtet. Diese ermöglichten es, flexibel auf die steigende Nachfrage zu reagieren und vorübergehende Bedarfsspitzen aufzufangen. Aufgrund des sich nun verändernden Betreuungsbedarfs sollen die ursprünglich als Übergangslösungen vorgesehenen Containeranlagen schrittweise zurück gebaut und die vorhandenen Kapazitäten an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. Mit dem schrittweisen Rückbau der angemieteten Containeranlagen spart die Stadt die entsprechenden Mietkosten zukünftig ein.
„Wir haben in den vergangenen Jahren viel dafür getan, ausreichend Betreuungsplätze für unsere Familien zu schaffen. Das war richtig und notwendig. Jetzt verändern sich die Rahmenbedingungen und damit auch die Anforderungen an unsere Kita-Landschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf diese Entwicklungen vorausschauend zu reagieren und unsere Angebote so weiterzuentwickeln, dass sie auch künftig bedarfsgerecht, qualitativ hochwertig und wirtschaftlich tragfähig sind“, erklärt Oberbürgermeister Volker Kieber.
Nach sorgfältiger Prüfung verschiedener Möglichkeiten sollen die Kinder aus den Kitas am Rebberg und Löwenherz künftig in anderen bestehenden Kindertageseinrichtungen betreut werden.
Für die Kita Löwenherz war ursprünglich geplant, die bestehende Containeranlage durch einen fünfgruppigen Kita-Neubau zu ersetzen. Zwischenzeitlich haben sich jedoch sowohl die Rahmenbedingungen auf Seiten der Uniklinik als auch die Grundlagen der ursprünglichen Bedarfsprognose wesentlich verändert. Vor diesem Hintergrund wurden die bisherigen Ausbauplanungen überprüft und an die veränderte Bedarfssituation angepasst. Im weiteren Prozess sollen alle Beteiligten angemessen informiert und einbezogen werden.
Im Vordergrund steht nun die bedarfsgerechte Nutzung der bereits vorhandenen Betreuungskapazitäten. Die Neuausrichtung beschränkt sich jedoch nicht allein hierauf. Vielmehr sollen auch besondere Betreuungsangebote gezielt gestärkt und weiterentwickelt werden. In diesem Zusammenhang ist vorgesehen, die Räumlichkeiten der Wiegestube zu nutzen, um dort künftig eine kleine Kindertageseinrichtung mit integrativer Ausrichtung in kommunaler Trägerschaft zu betreiben.
Die betroffenen Kita-Leitungen, Beschäftigten und Eltern wurden bereits im Vorfeld über die Planungen informiert. In den kommenden Monaten werden die künftigen Betreuungsplätze, die personellen Zuordnungen und die organisatorischen Abläufe konkretisiert. Dabei sollen insbesondere die Bedürfnisse der Kinder und die Kontinuität der Betreuung berücksichtigt werden.
Als Zielmarke für die Auflösung der beiden Container-Kitas und die Integration der Kinder in bestehende Einrichtungen wird das Frühjahr 2027 angestrebt. Ob dieser Zeitraum eingehalten werden kann, hängt von den weiteren Abstimmungen und den organisatorischen Voraussetzungen ab. Die betroffenen Familien und Beschäftigten werden über die nächsten Schritte fortlaufend informiert.
„Unser Anspruch bleibt unverändert: Wir wollen den Familien in Bad Krozingen auch künftig ein verlässliches, möglichst wohnortnahes und qualitativ hochwertiges Betreuungsangebot bieten. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit unseren räumlichen, personellen und finanziellen Ressourcen umgehen. Beides gehört für uns zu einer zukunftsfähigen Kita-Landschaft“, so Oberbürgermeister Kieber abschließend.