07.06.2019 11:08

Polizeireviere mit Bodycams ausgestattet

(Konstanz) Nachdem im Februar dieses Jahres Innenminister Thomas Strobl die Bodycam als zukünftige Standardausstattung der Polizeistreifen im Land der Öffentlichkeit in Stuttgart vorgestellt hat, sind nun auch bei allen Polizeirevieren der Landkreise Konstanz, Ravensburg und Sigmaringen sowie des Bodenseekreises diese Kameras im Einsatz.

Während das Polizeirevier Sigmaringen als erste Dienststelle des
Polizeipräsidiums Konstanz bereits im März mit diesem neuen
Einsatzmittel ausgestattet wurde - der stellvertretende
Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl übergab die
Bodycams anlässlich seines Besuches der Landeserstaufnahmestelle und
der dortigen neuen Polizeiwache persönlich - , erhielten die
restlichen Polizeireviere jetzt die Freigabe des Kamera-Systems für
den täglichen Dienst. Damit wurden in den letzten Wochen insgesamt 88
dieser "Schulterkameras" der Firma AXON an die Streifendienste im
Präsidiumsbereich ausgeliefert. Die Geräte zeichnen sich durch eine
sehr gute Aufnahmequalität sowie eine einfache Bedienbarkeit aus und
sind durch ihre kompakte und robuste Bauweise für den täglichen
Einsatz im Streifendienst auch bei widrigen Bedingungen bestens
geeignet.

Wie der Leiter des Polizeireviers Konstanz, Polizeidirektor
Andreas Breuning, stellvertretend für das Präsidium bei der
Präsentation der Bodycam betont, sei das vorrangige Ziel dieses an
der Dienstkleidung getragenen Einsatzmittels ein weiterer Baustein
zur Reduzierung der seit Jahren steigenden Zahl von Gewaltdelikten
und Respektlosigkeiten gegenüber Polizeibeamten.

"Da nicht nur landesweit, sondern auch im Präsidiumsbereich die
Fallzahlen vergangenes Jahr erneut zugenommen haben (um 49 auf 457
Straftaten), begrüßen wir es sehr, dass uns nun die Kameras zur
Verfügung stehen, um diesem Trend Einhalt zu gebieten", so Breuning.

Dies habe sich jedenfalls bereits im Frühjahr 2017 bei der
mehrwöchigen praktischen Anwendererprobung bei den Polizeipräsidien
Freiburg, Mannheim und Stuttgart bestätigt. In 70 Prozent aller Fälle
habe sich schon im Vorfeld einer dauerhaften Aufzeichnung eine
deeskalierende Wirkung auf kognitiv und emotional steuerungsfähige
Personen erzielen lassen, führt der Leiter des Polizeireviers
Konstanz dazu weiter aus. "Über diesen präventiven Charakter hinaus
können die durch die Bodycams aufgezeichneten Daten
selbstverständlich auch zur Verfolgung von Straftaten oder
Ordnungswidrigkeiten erheblicher Bedeutung als Beweismittel in
Ermittlungsverfahren eingebracht werden", erläutert Polizeidirektor
Breuning.

Um den Echtbetrieb mit den Kameras aufzunehmen, waren nicht nur
die technischen Voraussetzungen im Vorfeld zu schaffen, sondern auch
eine Vielzahl an Beamtinnen und Beamten zu schulen.

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