07.10.2026 12:18

Sonderausstellung „Zwischen Brauchtum und Party. So feiert Weil am Rhein“

(Weil am Rhein) Was wäre eine Stadt ohne ihre Feste? Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Gemeinschaft und geben dem Jahreslauf Struktur. Gleichzeitig erzählen sie viel über gesellschaftliche Veränderungen und die Geschichte eines Ortes.

Was wäre eine Stadt ohne ihre Feste? Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Gemeinschaft und geben dem Jahreslauf Struktur. Gleichzeitig erzählen sie viel über gesellschaftliche Veränderungen und die Geschichte eines Ortes. Die neue Sonderausstellung „Zwischen Brauchtum und Party. So feiert Weil am Rhein“ im Museum am Lindenplatz widmet sich genau diesem Thema. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18 Uhr von Bürgermeister Lorenz Wehrle. Danach führt Barbara Brutscher – Leitung der Abteilung Museen & Galerie und Kuratorin – in die Ausstellung ein.



Von traditionellen Bräuchen über Familienfeiern und Fasnacht bis hin zu Vereinsfesten, Weinfesten und großen öffentlichen Veranstaltungen: Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig in Weil am Rhein und seinen Ortsteilen gefeiert wurde und wird. Dabei geht es nicht nur um die Feste selbst, sondern auch um die Menschen, Orte und Geschichten, die mit ihnen verbunden sind. Feste sind Ausdruck von Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Sie verbinden Generationen und werden zugleich von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. Viele der ältesten Festtraditionen haben religiöse oder agrarische Wurzeln und sind fest im Jahreskalender verankert. Ein Beispiel ist die alemannische Fasnacht, die ihre Traditionen bewahrt und sich gleichzeitig immer wieder an neue Zeiten angepasst hat. Auch Stadt- und Ortsteilfeste haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert und spiegeln damit die Entwicklung der Gesellschaft wider.



Feiern verändert die Stadt

Die Ausstellung nimmt auch die Entwicklung des städtischen Lebens in den Blick. Denn wo gefeiert wird, verändert sich auch der öffentliche Raum. Neue Wohngebiete, Plätze, Straßen und Einrichtungen schaffen neue Möglichkeiten für Begegnung und gemeinsames Leben. Jeder Spatenstich verändert die Stadt – und damit auch die Orte, an denen Menschen zusammenkommen.

Eine besondere Bedeutung hatten und haben dabei die Wirtshäuser. Sie waren und sind Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens: am Stammtisch, beim Kartenspielen, im Biergarten oder bei gemeinsamen Veranstaltungen. Hochzeiten, Familienfeiern, Vereinsfeste und gesellige Abende gehören ebenso zur Geschichte des Feierns wie Fasnacht und Weinfeste.



Ein Blick zurück und auf die Gegenwart

In den verschiedenen Räumen des Museums werden unterschiedliche Facetten der Festkultur präsentiert. Historische Zeugnisse, Erinnerungen und Geschichten machen vergangene Festtraditionen lebendig. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart und zeigt, wie sich bekannte Traditionen weiterentwickelt haben und welche neuen Formen des Feierns entstanden sind. „Zwischen Brauchtum und Party. So feiert Weil am Rhein“ ist damit eine Reise durch die Stadtgeschichte, bei der die Besucherinnen und Besucher nicht nur etwas über Feste erfahren, sondern auch über die Menschen, die sie feiern.



Teil einer grenzüberschreitenden Ausstellungsreihe

Die Sonderausstellung ist Teil des grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekts des Museumsnetzwerks am Oberrhein. Etwa alle vier Jahre präsentieren die beteiligten Museen Ausstellungen zu einem gemeinsamen Oberthema. Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz beleuchten dabei ein Thema aus unterschiedlichen nationalen, lokalen und thematischen Perspektiven.

Das diesjährige gemeinsame Oberthema lautet „Zuhause & Unterwegs“. Weil am Rhein beteiligt sich erneut mit zwei Sonderausstellungen und ist ein fester Partner des Netzwerks. Regelmäßige Arbeitstreffen der beteiligten Museen dienen dem Austausch und der gemeinsamen Entwicklung der grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekte.



Erneut Schüler*innen Beteiligung

Das Kant-Gymnasium bereichert erneut mit mehreren Schülerarbeiten die Sonderausstellung. Von Fastnachtmasken, über Kurzfilme mit Knetfiguren zum Thema Feiern, 3D-Fussballspier*innen sowie Gemälden gibt es wieder vielfältige Ergebnisse aus dem Kunstunterricht zu bewundern.



Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. Oktober 2026 um 18 Uhr durch Bürgermeister Lorenz Wehrle. In die Ausstellung führt im Anschluss Museumsleitung und Kuratorin der Ausstellung Dr. Barbara Brutscher ein. Danach wird zum Besuch der Ausstellung und zum Apero geladen.