08.11.2018 10:04

Gespräch über Sicherheitslage

(Pforzheim) In einer Gesprächsrunde tauschten sich die Polizeipräsidentin des Karlsruher Polizeipräsidiums Caren Denner und der Erste ...

In einer Gesprächsrunde tauschten sich die Polizeipräsidentin des
Karlsruher Polizeipräsidiums Caren Denner und der Erste Bürgermeister
der Stadt Pforzheim Dirk Büscher zur Sicherheitslage in der
Innenstadt von Pforzheim aus. Die jüngsten Vorkommnisse in der
Innenstadt von Pforzheim und die öffentlich geführte Diskussion
darüber waren Anlass für Stadt und Polizei, Hintergründe zu
analysieren und mögliche Maßnahmen miteinander abzustimmen.

Bereits zu Jahresbeginn war es zu einer öffentlichen Debatte über
eine angebliche Verschlechterung der Sicherheitssituation in
Pforzheim gekommen. Eine nähere Betrachtung der Fallzahlen bestätigte
dies jedoch nicht. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigte einen
durchweg positiven Trend bei den Straftaten im öffentlichen Raum.
Festzustellen war aber die offenkundige Abweichung der objektiven
Sicherheitslage zum Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Das
Polizeipräsidium Karlsruhe war deshalb von Mitte Februar bis Ende
April mit konzeptionellen Präsenzmaßnahmen zur Steigerung des
Sicherheitsempfindens vor Ort. Auch danach wurden punktuell und
gezielt weitere Präsenzeinsätze fortgeführt.

Vorkommnisse auf öffentlichen Plätzen in der Pforzheimer
Innenstadt in den letzten Wochen entfachten die öffentliche
Diskussion über die Sicherheitslage in den örtlichen Medien erneut.
Eine aktuelle Auswertung der registrierten Fallzahlen ergab weiterhin
keine Hinweise auf wesentliche negative Veränderungen der
Sicherheitslage. In den Zeiträumen Januar bis September gab es 2018
im Vergleich zum Vorjahr lediglich geringfügige Verschiebungen bei
den Deliktsarten.

Dennoch nehmen Stadt und Polizei die Debatte um ein mögliches
Unsicherheitsgefühl der Bürger und die Vorkommnisse der letzten
Wochen sehr ernst. "Wir werden die sensiblen Bereiche in der
Pforzheimer Innenstadt weiter im Blick haben und bei Störungen
konsequent einschreiten", so Polizeipräsidentin Caren Denner. Dabei
werde man auch die zuletzt auffälligen Gruppen genau beobachten. In
Pforzheim aber auch in anderen Städten war es zu Streitigkeiten und
Auseinandersetzungen überwiegend verschiedener ethnischer
Gruppierungen in der Öffentlichkeit gekommen. Zeugen oder Geschädigte
gaben sich dabei in der Folge gegenüber den einschreitenden
Polizeikräften nicht zu erkennen. "Die oftmals in diesem Zusammenhang
genannte 'Massenschlägerei' hat sich jedoch bei den polizeilichen
Ermittlungen nie bestätigt", merkte die Polizeipräsidentin an.

Die Polizeireviere Pforzheim-Nord und Pforzheim-Süd werden
weiterhin gezielte Einsatzmaßnahmen an den neuralgischen
Örtlichkeiten durchführen. Neben Präsenzstreifen werden auch
Polizeibeamte in ziviler Kleidung eingesetzt. Punktuell werden die
Reviere durch Kräfte anderer Einheiten unterstützt.

"In enger Zusammenarbeit mit der Polizei wird auch die Stadt
Pforzheim weiterhin die Citystreife zielgerichtet einsetzen. Wichtig
ist darüber hinaus vor allem, Zugang zu den Gruppen zu bekommen und
den Personen störendes Verhalten auch unterhalb der Schwelle zur
Straftat vor Augen zu führen. Hier sind insbesondere auch die
Streetworker gefordert", führte der Erste Bürgermeister Dirk Büscher
an.

Die Verantwortlichen der Stadt Pforzheim und des Polizeipräsidiums
Karlsruhe waren sich beim Gespräch einig, im Rahmen der sehr guten
Zusammenarbeit auch weiterhin die erforderlichen Maßnahmen eng
abzustimmen.

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