08.03.2019 09:03

Internationale Wochen gegen Rassismus

(Lörrach) Oberbürgermeister Jörg Lutz hat als Schirmherr zur Beteiligung an den Internationalen Wochen gegen Rassismus unter dem Motto „Lörrach für Vielfalt und Menschenwürde“ aufgerufen. Vom 12. bis 24. März wird es ein buntes Programm mit insgesamt 28 Veranstaltungen in Lörrach geben.

Unter dem Motto „Lörrach für Vielfalt und Menschenwürde“ ruft Oberbürgermeister Jörg Lutz dazu auf, gemeinsam ein deutliches Zeichen für ein offenes und respektvolles Miteinander in Lörrach, gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art, zu setzen. „Mir liegt es am Herzen, dass sich alle Lörracher Bürgerinnen und Bürger unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Religionszugehörigkeit, ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht oder ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Sprache oder ihrem Dialekt als gleichberechtigte Bürgerinnen und Bürger am städtischen Leben beteiligen können, sich hier wohl und zu Hause fühlen. Mein Eindruck ist, dass dies in unserer Lörracher Stadtgesellschaft gut gelingt“, so Oberbürgermeister Jörg Lutz.

Breites Rahmenprogramm

Dem Impuls folgten 26 Vereine, Kulturschaffende, Religionsgemeinschaften und zivilgesellschaftliche Initiativen. Vom 11. bis 24. März wird damit ein buntes und vielfältiges Programm geboten, welches die Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen zum Mitmachen, genießen, diskutieren, zuhören, feiern, lernen und ausprobieren einlädt. Zum Programm gehören regelmäßige und beliebte Angebote wie der „Komm In“Treff der Internationalen Kommission oder „Lörrach kocht über den Tellerrand“ organisiert vom Freundeskreis Asyl. Die Religionsgemeinschaften laden zu Gottesdiensten, Führungen und Kulturveranstaltungen ein.
Manche Gruppen nutzten die Möglichkeit, im Rahmen der zwei Wochen neue Ideen auszuprobieren: wie die Tanz - und Musikperformance der Gruppe In-Zeit-Sprung oder der runde Tisch „Kultur inklusiv“ im Dreiländermuseum. Tempus fugit bringt an einem Abend mehrere Gruppen zusammen: das Theaterstück „Frei und gleich geboren“, die Überreichung der Menschen- und Kinderrechtstafel durch die Amnesty- und Unicef-Ortsgruppen sowie eine Installation über die interkulturelle Theatergruppe „Hullygully“.
Durch den Aufruf sind auch neue Kooperationen entstanden, beispielsweise das Interkulturelle Fest am 13. März in der Alten Feuerwache: der Abend mit Musik, Tanz und Gesang, gestaltet von Künstlerinnen und Künstlern mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen bildet den offiziellen Auftakt der Reihe.
Mehrere Konzerte, Theater, Film, Lesungen und ein Argumentationstraining gegen rechtsradikale Sprüche bieten zahlreiche Möglichkeiten, sich im Rahmen der Aktionswochen in Lörrach über das Thema Rassismus zu informieren und sich mit den damit verbundenen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen.

Die Bandbreite an Beteiligung zeigt auch, wie stark das gesellschaftliche Engagement in Lörrach verankert ist und bietet denjenigen Gruppen, die sich ehrenamtlich seit vielen Jahren für eine offene und tolerante Stadtgesellschaft einsetzen, eine Möglichkeit, ihre Initiativen gebündelt zu präsentieren, sich zu vernetzen und durch das Mitwirken unter einem gemeinsamen Motto ein sichtbares Zeichen zu setzen.
In Lörrach wohnen Alteingesessene und Zugezogene, Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, Glaubensrichtungen und insgesamt 126 Nationalitäten nebeneinander und miteinander. „Unsere Stadtgesellschaft war schon immer bunt und vielfältig, und gerade in einer vielfältigen Gesellschaft braucht es das klare Bekenntnis für ein friedvolles und respektvolles Miteinander, gegen Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art“, erklärt Oberbürgermeister Lutz. „Unsere Demokratiegeschichte zeigt uns, dass freiheitliches Denken und die Identifikation mit den Grund- und Menschenrechten eine lange Tradition in unserer Stadt haben.“

Informationen zu den Veranstaltungen sind in der Broschüre „Lörrach für Vielfalt und Menschenwürde“ enthalten, welche in allen beteiligten Veranstaltungsorten, im Rathaus und in der Touristinformation ausliegt. Das Programm steht unter dem Link www.loerrach.de/Wochen-gegen-Rassismus zum Download bereit. Koordiniert und unterstützt werden die Aktivitäten und Veranstaltungen vom Fachbereich Kultur und Tourismus.

Internationale Wochen gegen Rassismus

Seit Januar 2016 werden die Internationalen Wochen gegen Rassismus von der Stiftung gegen Rassismus koordiniert. Die Stiftung hat diese Aufgabe vom Interkulturellen Rat e.V. übernommen, der seit 1994 die Aktivitäten rund um den 21. März in Deutschland initiierte. Ziel ist es insbesondere, den nationalistischen, rassistischen und autoritären Angriffen ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte entgegenzustellen. Die Botschafterin für die Internationale Wochen gegen Rassismus 2019 ist Muhterem Aras, Landtagspräsidentin von Baden-Württemberg.
Die Auftaktveranstaltung wird am 11. März 2018 in Kooperation mit der Landeshauptstadt München im Münchner Rathaus durchgeführt.


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