Verkehrsunfall mit Motorrad
(Denzlingen) In der Nacht zum Dienstag, 08.09.2026, kurz nach Mitternacht ereignete sich auf der Landstraße 110 zwischen Denzlingen und ...
In der Nacht zum Dienstag, 08.09.2026, kurz nach Mitternacht
ereignete sich auf der Landstraße 110 zwischen Denzlingen und Sexau auf Höhe der
Bahnbrücke ein Verkehrsunfall mit einem Motorrad. Der Fahrer des motorisierten
Zweirades flüchtete, konnte aber nach intensiven Fahndungsmaßnahmen gestellt
werden.
Der mutmaßliche Unfallverursacher, ein 47 Jahre alter Mann, hatte nach
derzeitigen Erkenntnissen mit seinem Motorrad die L 110 aus Denzlingen kommend
in Richtung Sexau befahren. Auf Höhe der Bahnbrücke verunfallte der
Motorradfahrer aus noch unbekannten Gründen. Ein Zeuge wurde auf den Vorfall
aufmerksam und hatte beobachtet, wie sich der augenscheinlich verletzte Fahrer
des Motorrades von der Unfallstelle entfernte. Daraufhin habe der Zeuge die
Polizei verständigt.
Als mehrere Streifen am Unfallort eintrafen, wurde zunächst nur ein vollständig
zerstörtes Motorrad vorgefunden. Da aufgrund des Schadensausmaßes nicht
ausgeschlossen werden konnte, dass sich der Motorradfahrer schwer verletzt haben
könnte, wurde umgehend mit umfangreichen Suchmaßnahmen begonnen. Hierbei waren
neben mehreren Funkstreifenbesatzungen auch die Polizeihundeführerstaffel sowie
Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Einsatz, darunter ein Polizeihubschrauber,
im Einsatz. Unterstützt wurden die Maßnahmen zudem von Einsatzkräften der
Bundespolizei.
Der 47-jährige mutmaßliche Fahrer des Motorrades wurde einige Zeit später durch
die Einsatzkräfte, rund 100 Meter vom Unfallort entfernt, aufgefunden. Der Mann
hatte sich offensichtlich auf einem Feld bei einem dort abgelegten Heuballen
versteckt. Während der weiteren Abklärungen ergab sich der Verdacht, dass der
47- Jährige unter dem Einfluss von berauschenden Mitteln stand. Zudem wurde in
der Kleidung des Tatverdächtigen Betäubungsmittel aufgefunden. Wie sich zudem
herausstellte, war der Mann auch nicht um Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis
und das am Unfall beteiligte Motorrad war nicht zugelassen.
Der Tatverdächtige wurde anschließend leicht verletzt zur weiteren medizinischen
Abklärung sowie zur Erhebung einer Blutprobe in ein nahegelegenes Krankenhaus
transportiert.
Das Polizeirevier Waldkirch hat den Verkehrsunfall aufgenommen und ermittelt
gegen den 47-jährigen deutschen Staatsangehörigen nun unter anderem wegen des
Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung, unerlaubtem Entfernen vom Unfallort,
Fahren ohne Fahrerlaubnis, Kennzeichenmissbrauch sowie weiteren in Frage
kommenden Straftatbeständen.