09.07.2021 14:18

Dinstjubilare im Landratsamt erhalten Ehrung

(Lörrach) Nachdem Landrätin Marion Dammann kürzlich Mitarbeitende in den Ruhestand verabschiedete, würdigte sie nun in weiteren kleinen Veranstaltungen Mitarbeiter des Landratsamts, die in den letzten zwölf Monaten ihr 25. und 40. Dienstjubiläum feierten.

Für eine 25-jährige Dienstzeit wurde elf Mitarbeiterinnen und einem Mitarbeiter gedankt. 15 Kollegen, darunter sechs Frauen und neun Männer, sind dem öffentlichen Dienst sogar schon seit 40 Jahren treu.

„Die traditionelle Jubilarfeier ist ein wichtiger Anlass, um Ihnen als langjährige Mitarbeitende ausdrücklich danken und meine Wertschätzung aussprechen zu können. Eine so lange Betriebszugehörigkeit ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr und spricht sowohl für die Vielfalt an attraktiven Aufgaben im Landratsamt als auch für die Leidenschaft unserer Mitarbeitenden, sich für die Menschen im Landkreis einzusetzen. In den vergangenen Jahren haben Sie in unterschiedlichen Funktionen zur Weiterentwicklung unserer Region beigetragen. Ihr erworbener Erfahrungsschatz kommt uns dabei allen zugute“, lobte Dammann das Engagement der insgesamt 27 langjährigen Mitarbeitenden.

Auf 25 Jahre im Staatsdienst blicken unter anderem zurück: Hanife Balci, Andrea Belser, Erna Grauberger, Eva Kiefer, Constanze Lehmann, Sabine Liebig, Sandra Schäfer, Klaus Schneider, Tanja Wiezel und Sandra Williams.

Seit vier Jahrzehnten im Dienst sind unter anderem Bernd Brendle, Wilfried Bürgin, Angelika Fischer, Gerd Fricker, Robert Müller, Ruth Neudecker, Angelika Pross, Sonja Prucker, Franziska Schmid, Rolf Suhm, Joachim Trautwein und Dirk Werner.


Einige Jubilare mit 40 Dienstjahren im Kurzporträt

Bernd Brendle, ausgebildeter Gas- und Wasserinstallateur, kam nach dem Grundwehrdienst und beruflichen Stationen in Grenzach-Wyhlen im Jahr 1982 als Hausmeister ans Landratsamt Lörrach. Hier kümmerte er sich um einen funktionierenden Arbeitsalltag und um verschiedene kreiseigene Gebäude, wie die Kaufmännische Schule, das Berufsschulzentrum und diverse Verwaltungsgebäude. Für das damalige Gebäude des Amts für Wasserrecht und Bodenschutz sowie des Veterinäramts in der Wintersbuckstraße war Brendle zwischenzeitlich zusätzlich Sicherheitsbeauftragter. Seit 2018 ist er Mitarbeiter des Sachgebiets Kultur & Archiv und unterstützt dort das Scanzentrum.

Für eine sichere Fahrt auf den Kreis-, Landes- und Bundesstraßen sorgte unter anderem Streckenwärter Wilfried Bürgin. Als Elektroinstallateur mit Berufserfahrung startete er 1980 als Straßenbauarbeiter und Messgehilfe beim Straßenbauamt Bad Säckingen. Ein Jahr später arbeitete er als Kolonnenarbeiter bei der Straßenmeisterei Lörrach. Nach entsprechender Prüfung zum Straßenwärter war er der Straßenmeisterei Kandern-Wollbach von 2005 an bis zu seinem jüngst angetretenen Ruhestand treu. Dass ihm die öffentliche Sicherheit am Herzen liegt, zeigt sich auch an seinem fortwährenden Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kandern.

Immer eine fundierte Antwort parat hat Telefonistin Angelika Fischer. Sie absolvierte die Prüfung zur Betriebstelefonistin und Phonotypistin in Stuttgart. 1980 begann sie im damaligen Kreisjugendamt in der Schwarzwaldstraße als Schreibkraft. Seit dem Umzug des Landratsamts in die Palmstraße im Jahr 1983 arbeitet sie in der Telefonzentrale. Sie steht den Kreiseinwohnern als stets freundliche und geduldige Ansprechpartnerin für Auskünfte zur Verfügung und vermittelt bei Fragen an die verantwortlichen Bereiche.

Im Dienste des Waldes steht Gerd Fricker. Bereits im Jahr 1981 begann er seine Forstlaufbahn mit einem Vorpraktikum beim Forstamt Lörrach. Nach dem anschließenden Studium der Forstwirtschaft an der Fachhochschule Rottenburg arbeitete er beim Forstamt Emmendingen. Als Forstoberinspektor und Revierleiter wechselte er 1992 ans Forstamt Bad Säckingen. Seit 2005 arbeitet Fricker als zuständiger Revierförster des Forstreviers Rheinfelden für den Fachbereich Waldwirtschaft. Seine langjährige Arbeit ist einerseits geprägt durch heftige Stürme, Borkenkäfer und klimabedingte Waldschäden, andererseits aber auch durch die Aufforstung vieler Waldflächen, die die Landschaft noch lange Zeit prägen werden. Durch diese langjährige Aufbauleistung werden die Funktionen und Ökosystemleistungen des Waldes auch noch für zukünftige Generationen zur Verfügung stehen.

Krankenpflegehelferin Ruth Neudecker absolvierte ihre Ausbildung am Krankenhaus Bethesda in Stuttgart und kam nach beruflichen Stationen in einem Altenkrankenheim und im städtischen Krankenhaus in Offenburg im Jahr 1974 zum Markus-Pflüger-Heim nach Schopfheim. Bis zu ihrer Pensionierung im Jahr 2017 war sie im Nachtdienst tätig. Nach einer kurzen Ruhephase engagiert sie sich seit 2020 wieder als geringfügig beschäftigte Pflegehilfskraft in den Markus-Pflüger-Zentren. Die bei Kollegen und Bewohnern beliebte Mitarbeiterin ist gerade in den außergewöhnlichen Situationen, die der Betreuungsalltag in der Eingliederungshilfe mit sich bringt, eine große Stütze.

Sozial engagiert war auch Angelika Pross. Nach einem Freiwilligen Sozialen Jahr studierte sie in Nürnberg und Frankfurt am Main und schloss als Diplom-Sozialarbeiterin ab. Nach dem Berufspraktikum an der Frankfurter Universitätsklinik arbeitete sie für das Frankfurter Jugend- und Sozialamt in einer Sozialstation. Später wechselte sie intern zu einer Verwaltungstätigkeit. Ins Dreiländereck zog es die gebürtige Lörracherin 1987 zurück. Seither arbeitete sie als Sozialarbeiterin für das Landratsamt Lörrach beim Sozialdienst in Rheinfelden. Nebenbei war Angelika Pross 13 Jahre lang Frauenvertreterin im Landratsamt. Dieses Jahr geht sie in den wohlverdienten Ruhestand.

Sonja Prucker ist dem Landratsamt Lörrach seit 1978 treu und hat in der Zeit sehr wertvolle fachliche Erfahrungen in den unterschiedlichsten Disziplinen der Verwaltung gesammelt. Nach ihrer Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten startete sie beim Straßenverkehrsamt als Sachbearbeiterin, ab 1989 leitete sie die Kfz-Zulassungsstelle in Schopfheim. Danach war sie für das Kreissozialamt im Sachgebiet Offene Hilfe, für das Amt für Eingliederung im Sachgebiet Leistungsverwaltung und für das Kreisjugendamt in der Unterhaltsvorschusskasse als Sachbearbeiterin tätig. Seit 2005 arbeitet sie im Forderungsmanagement, seit letztem Jahr in der Position als stellvertretende Leiterin.

Franziska Schmid arbeitete die meiste Zeit im Bereich Mobilität und stellt sich erfolgreich den stetig neuen Herausforderungen, auch bei schwierigen Voraussetzungen. Als ausgebildete Industriekauffrau begann sie am Badischen Güterbahnhof in Basel als Büroangestellte. Zum Landratsamt Lörrach kam sie im Jahr 1990. Sie startete im Verwaltungssekretariat der Führerscheinstelle und war dann als Sachbearbeiterin am Schalter der Kfz-Zulassungsstelle tätig. 2012 wechselte sie als Sachbearbeiterin in den Bereich Führerscheine, 2017 ins Sekretariat der Sozialen Dienste. Seit 2020 unterstützt sie das Sekretariat des Sachgebiets Schwerbehinderung.

Seit tatsächlich 37 Jahren mit der Kfz-Zulassungsstelle in Rheinfelden verbunden ist Rolf Suhm. Als ausgebildeter Groß- und Außenhandelskaufmann hatte er zunächst als Bürokaufmann in einem Autohaus gearbeitet. 1982 kam er als Sachbearbeiter zum Straßenverkehrsamt des Landratsamts Lörrach. 1984 wechselte er intern zur Kfz-Zulassungsstelle und wurde dort bereits nach vier Jahren Leiter der Außenstelle. Noch heute leitet er dort in engagierter Weise die Geschicke.

Auch Joachim Trautwein blickt auf eine lange Karriere im Staatsdienst und auf eine 32-jährige Verbundenheit mit dem Landratsamt Lörrach zurück. Ausgebildet an der Fachhochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg am Neckar und bei den Forstämtern Müllheim und Stockach, kam er 1989 als Forstinspektor zum Staatlichen Forstamt Lörrach. Nach nur wenigen Monaten hatte er bereits die stellvertretende Leitung für das Forstrevier Neuenweg inne. Seit 1994 ist er dort Forstrevierleiter. 2001 wurde Joachim Trautwein zum Forstoberinspekteur und 2008 zum Kreisforstamtmann ernannt. Nebenbei engagiert er sich politisch für die Gemeinde Neuenweg als auch für die Gemeinde Kleines Wiesental.

Auf 35 Jahre im Dienste des Landkreises Lörrach kommt auch Dirk Werner, der seit 2018 den Fachbereich Soziales leitet. Sein 85-köpfiges Team kümmert sich um das Wohl alter, kranker und in Not geratener Menschen sowie um Bürger mit Behinderung. Werner studierte bis 1986 in Kehl und erhielt schon während des Studiums eine Übernahmezusage des Landkreises. Als Diplom-Verwaltungswirt begann er als Gruppenleiter in der offenen Sozialhilfe. Nach 13 Jahren übernahm er die stellvertretende Leitung im Sachgebiet Hilfe zur Arbeit und ab 2005 die stellvertretende Geschäftsführung sowie Bereichsleitung Markt & Integration im Jobcenter Landkreis Lörrach. In dieser Zeit baute er das Jobcenter auf, gestaltete Prozesse und entwickelte die Institution zu einer leistungsstarken Einrichtung. Weitere 13 Jahre später kehrte er als Fachbereichsleiter ins Landratsamt zurück.

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