03.07.2019 09:15

Werkrealschüler erhalten Ehrung

(Ehrenkirchen) Gemeinsam mit dem Kultusministerium haben Caritas und Diakonie in Baden-Württemberg zum siebten Mal Schülerinnen und Schüler mit dem Landespreis Werkrealschule ausgezeichnet. Die zehn Absolventen der Werkrealschule kommen aus ganz Baden-Württemberg und haben im Wahlpflichtfach „Gesundheit und Soziales“ mit hervorragenden Leistungen abgeschlossen.

„Wir freuen uns über diese jungen Menschen, die ihre Begabungen mit Herz, Ausdauer und Begeisterung einsetzen und so auch für andere zu wertvollen Unterstützern und echten Vorbildern werden“, sagte Oberkirchenrat Dieter Kaufmann, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werks Württemberg bei der Verleihung der Preise im Neuen Schloss in Stuttgart. „Die Zuwendung zu unseren Mitmenschen ist es, die christliche Nächstenliebe erlebbar und unsere Gesellschaft reich macht.“

Bernhard Slatosch vom Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart zeigte sich beeindruckt, dass sich die jungen Menschen nicht nur in der Schule, sondern auch in ihrer Freizeit für andere engagieren. „Sie packen aktiv an, damit unsere Gesellschaft menschlich und lebenswert wird. Ihr Mitgefühl für andere setzen sie in Taten um, und davor habe ich großen Respekt.“

Im Vorfeld der Preisverleihung bekamen die zehn Preisträger einen Einblick in verschiedene Arbeitsbereiche von Diakonie und Caritas. Zusammen mit ihren Familien und Lehrern besuchten sie eine Einrichtung, die bislang gescheiterten wohnungslosen Jugendlichen neue Perspektiven bieten möchte und erlebten die Stuttgarter Innenstadt durch eine Stadtführung von Menschen mit geistiger Behinderung auf besondere Art.

Für die Auswahl der Preisträger der zehnten Klasse Werkrealschule waren nicht nur die fachlichen, überfachlichen und praktischen Kenntnisse entscheidend. Auch die Rückmeldungen der Einrichtungen, in denen die Schüler Praktika absolviert hatten, galten als Bewertungskriterium. Außerdem zählten besonderes ehrenamtliches und soziales Engagement.

Um die engagiertesten Schüler ausfindig zu machen, fordert das Kultusministerium unmittelbar nach den Werkrealschulprüfungen sämtliche Werkrealschulen im Land auf, die beste Schülerin und den besten Schüler des Wahlpflichtfachs zu nennen. Die Staatlichen Schulämter sichten dann die Unterlagen, das Kultusministerium und die Kooperationspartner Caritas und Diakonie wählten die zehn Preisträger aus.

Die Preisträger im Wahlpflichtfach „Gesundheit und Soziales“ 2019:

1. Merle Barmwater Maria-Gress-Schule, Iffezheim
2. Annkatrin Bronner Jengerschule, Ehrenkirchen
3. Christian Corosu Werkrealschule und Realschule Oberes Kinzigtal, Alpirsbach
4. Maurice Cron Grund- und Werkrealschule Rheinau
5. Nawid Kakah Grund- und Werkrealschule Villingendorf
6. Leonie Pia Krinke Onstmettingen Grund- und Werkrealschule, Albstadt
7. Helin Pacaci Altenburgschule, Stuttgart-Bad Cannstatt
8. Michelle Peege Altenburgschule, Stuttgart-Bad Cannstatt
9. Dennis Schäfer Maria-Gress-Schule, Iffezheim
10. Lina Steinhart Jengerschule, Ehrenkirchen

Neben dem Wahlpflichtfach „Gesundheit und Soziales“ wurden je zehn Absolventen mit den Landespreisen „Wirtschaft und Informationstechnik“ sowie „Natur und Technik“ geehrt. Diese werden getragen von der Würth-Stiftung beziehungsweise der Porsche AG.

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