03.03.2020 17:34

Erfolgreiches Geschäftsjahr

(Freiburg) Die Sparkasse Freiburg - Nördlicher Breisgau betreut an insgesamt 47 Geschäftsstellenstandorten rund 220.000 Privat- und 20.000 gewerbliche Kunden und ist das größte selbstständige Kreditinstitut in der Region.

Starkes Bilanzsummenwachstum aufgrund dynamischer
Zuwächse bei Krediten und Einlagen

Die Bilanzsumme der Sparkasse erhöhte sich 2019 um 5,4% bzw. 348 Mio. Euro auf 6.835 Mio. Euro (VJ: 6.487 Mio. Euro). Sowohl das Kredit- als auch das Einlagengeschäft haben sich überdurchschnittlich stark entwickelt.

Betreutes Kundenvolumen liegt bei 12,2 Mrd. Euro

Das Kundengeschäft verlief auf allen Ebenen sehr erfolgreich. Deshalb erhöhte sich das betreute Kundenvolumen der Sparkasse deutlich um 7,1% bzw. 807 Mio. Euro auf insgesamt 12.241 Mio. Euro (VJ: 11.434 Mio. Euro). Diese Summe setzt sich aus den Kundenkrediten, den Kundeneinlagen sowie den außerbilanziellen Wertpapieranlagen von Kunden zusammen.

Kreditgeschäft

Bestand an Kundenkrediten wächst um 4,9% Mit über 5 Mrd. Euro Finanzierungsvolumen ist die Sparkasse ein wesentlicher Faktor der regionalen Wirtschaftsentwicklung. Im vergangenen Jahr erhöhte sich der Bestand an Kundenkrediten noch einmal um 4,9% bzw. 242 Mio. Euro auf insgesamt 5.128 Mio. Euro (VJ: 4.886 Mio. Euro). Darüber hinaus hat die Sparkasse Avalkredite in Höhe von 163 Mio. Euro an Kunden vergeben.

Über 75% der Sparkassenbilanzsumme entfällt auf das Kreditgeschäft mit regionalen Kunden. Es ist somit das bedeutendste Geschäftsfeld der Sparkasse. Der Vergleichswert des gesamten deutschen Kreditgewerbes liegt bei 48%.

Unverändert hohe Kreditnachfrage: 1,2 Mrd. Euro neue
Kredite zugesagt

Die weiterhin gute und stabile regionale Wirtschaftsentwicklung hielt die Nachfrage nach neuen Krediten auf dem Niveau des Rekordjahres 2018. Insgesamt konnten neue Kreditverträge in Höhe von 1.191 Mio. Euro mit Kunden abgeschlossen werden und somit nur geringfügig weniger als im Vorjahr (1.209 Mio. Euro).

Wohnbaudarlehen der Sparkasse weiterhin sehr gefragt

Insbesondere die Nachfrage nach Baudarlehen hat im vergangenen Jahr ein weiteres Mal deutlich zugenommen. Insgesamt wurden 365 Mio. Euro neue Baufinanzierungen vereinbart. Das entspricht einem Wachstum von 14,1% bzw. 45 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die persönliche, qualifizierte und kundenspezifische Beratung bleibt dabei unersetzlich und ist auch wesentlicher Grund für die erfolgreiche Entwicklung in diesem Geschäftsfeld.
Die Gesellschaft für Qualitätsprüfung (Stuttgart) hat 2019 erstmalig die Beratungsqualität von Banken und Sparkassen in Baden-Württemberg auf der Basis der DIN-Norm 77230 zur Sicherung des Verbraucherschutzes durch Testberatungen überprüft und anhand einer umfangreichen Checkliste mit über 300 Einzelkriterien dokumentiert und ausgewertet. Es wurden 26 Institute getestet. Die Sparkasse Freiburg- Nördlicher Breisgau konnte dabei ein hervorragendes Ergebnis erzielen und wurde mit dem Qualitätsurteil „TOP-Baufinanzierung“ ausgezeichnet.

Förderkredite: Wesentlicher Bestandteil jeder Beratung

Bei jeder Baufinanzierungsberatung der Sparkasse werden im Interesse der Kunden auch die vielfältigen Möglichkeiten der staatlichen Förderung geprüft und aktiv angeboten.
Die von der Sparkasse 2019 vermittelten wohnwirtschaftlichen Förderkredite erhöhten sich um 23,2% auf insgesamt 44 Mio. Euro. Inklusive gewerblicher Förderdarlehen vermittelte die Sparkasse öffentliche Mittel in einem Volumen von 179 Mio. Euro (VJ: 134 Mio. Euro).

Gute Konjunktur trägt die Firmenkreditnachfrage

Aufgrund der guten Konjunktur der regionalen Wirtschaft und der großen Expertise der Sparkasse im Firmenkreditgeschäft entfallen rund zwei Drittel des gesamten Neukreditvolumens auf gewerbliche Finanzierungen (ohne Wohnungsbaudarlehen). Die Zusagen im klassischen Firmenkreditgeschäft lagen mit 640 Mio. Euro leicht über dem Vorjahreswert (635 Mio. Euro). Im kommunalen und institutionellen Bereich fiel aufgrund von großen Projektfinanzierungen im Jahr 2018 das Neukreditvolumen mit insgesamt 98 Mio. Euro dagegen deutlich geringer aus (VJ: 178 Mio. Euro).
Die Sparkasse konnte aufgrund der soliden Eigenkapitalausstattung allen vertretbaren Kreditwünschen ihrer Kunden uneingeschränkt nachkommen. Dank der robusten Verfassung der deutschen und insbesondere der regionalen Wirtschaft war die Risikosituation im Kreditgeschäft mit Privatkunden und gewerblichen Kunden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin entspannt.

Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft

Die Sparkassen-Beteiligungsgesellschaft (SBG) ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Sparkasse und stellt mittelständischen Unternehmen Beteiligungskapital zur Verfügung. Zum Jahresende 2019 hält die SBG 41 Beteiligungen an insgesamt 30 mittelständischen Unternehmensgruppen, die rund 4.200 Arbeitnehmer beschäftigen. Die SBG erzielte 2019 ein positives Jahresergebnis in Höhe von 822 Tsd. Euro (VJ: 742 Tsd. Euro).

EMD Entwicklungsmaßnahme Dietenbach GmbH & Co. KG

Die Entwicklungsmaßnahme Dietenbach GmbH & Co. KG (EMD) ist eine 100%ige Tochter der Sparkasse. Das Tochterunternehmen wurde 2018 gegründet, um im Rahmen des mit der Stadt
konzipierten „Konsensmodell Dietenbach“ die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme (SEM) Dietenbach umzusetzen. Schwerpunkt der EMD ist der Erwerb der 413 privaten Grundstücke (ca. 80 ha) im zukünftigen Baugebiet Dietenbach (insgesamt ca. 130 ha) mittels optionaler Kaufverträge.
Bis zum 29.02.2020 hat die EMD mit 313 Eigentümern Verträge über 322 Flurstücke mit insgesamt 63 ha notariell beurkundet. Für weitere 7 ha (103 Eigentümer und 38 Flurstücke) sind verbindliche Notartermine im März 2020 vereinbart. Die EMD geht davon aus, dass bis Ende des Jahres 2020 Optionsverträge für eine Fläche von ca. 75 ha protokolliert sind. Bei weiteren 4 ha ist von einer anderweitigen Mitwirkungsbereitschaft auszugehen, sodass lediglich für 1 ha Privatfläche bisher keine Mitwirkungsbereitschaft signalisiert wurde.

Das ist insgesamt ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Einlagen- und Wertpapiergeschäft

Höchstes Einlagenwachstum seit über 25 Jahren: +8,1%

Zum Jahresende beläuft sich der Bestand an bilanziellen Kundeneinlagen auf 5.116 Mio. Euro. Das bedeutet ein Zuwachs von 8,1% bzw. 382 Mio. Euro innerhalb eines Jahres und stellt damit den stärksten Einlagenzufluss in den vergangenen 25 Jahren dar.
Die Kundeneinlagen sind wichtig für die Sparkasse. Sie bilden die Grundlage für ihr umfangreiches Kreditgeschäft. Denn die Kundeneinlagen fließen in Form von Krediten wieder zurück in die Region. Idealerweise entwickeln sich deshalb Einlagen- und Kreditwachstum im Gleichklang. Ein zu hoher Einlagenzufluss führt zu deutlichen Belastungen des Betriebsergebnisses, da die zusätzliche Liquidität mit Negativzinsen belegt wird.
Darüber hinaus verliert auch das langfristige Sparen bei Nullzinsen an Wirkung, da der wichtige Zinseszinseffekt verloren geht. Hinzu kommt, dass unverzinsliches Geldvermögen durch die Inflation sukzessive an Wert verliert. Das stellt unsere Gesellschaft und jeden einzelnen Sparer vor große Herausforderungen. Mehr denn je ist es deshalb Aufgabe der Sparkasse ihre Kunden über die Auswirkungen der Niedrigzinsen beispielsweise auf die Altersvorsorge aufzuklären und sie vollumfänglich - auch im Hinblick auf mögliche Anlagealternativen - zu beraten.

Wertpapieranlagen nehmen um 10,1% zu

In Zeiten von Nullzinsen erkennen die Kunden zunehmend die Vorteile einer ausgewogenen Vermögensanlage, die auch Wertpapiere in sinnvollem Umfang berücksichtigt. Vor dem Hintergrund einer sehr erfreulichen Marktentwicklung hat sich der Bestand an Kundenwertpapieren im vergangenen Jahr um 10,1% auf rund 2 Mrd. Euro erhöht. Auch mit dieser Entwicklung ist die Sparkasse sehr zufrieden.
Die Qualität der Kundenberatung ist dabei entscheidend. Deshalb beauftragt die Sparkasse regelmäßig unabhängige Qualitätsprüfer, um anhand von anonymen Testberatungen die Service- und Beratungsqualität in der Sparkasse zu überprüfen und gezielt Qualitätsver- besserungen vornehmen zu können.

Digitalisierung und Menschlichkeit

Mobil bezahlen mit Apple Pay

Bereits seit 2018 ist mobiles bezahlen mit Android-Smartphones für die Kunden der Sparkasse möglich. Seit Dezember 2019 bietet die Sparkasse ihren Kunden nun auch Apple Pay an und ermöglicht damit einfache, sichere und vertrauliche Zahlungen. Mit Apple Pay können Kunden mit iPhone, Apple Watch, iPad und Mac in Geschäften, Apps und auf Websites schnell und bequem bezahlen. Bisher werden hierfür Kreditkarten unterstützt, die Einbindung der klassischen Sparkassen-Card ist jedoch bereits für Mitte dieses Jahres vorgesehen. Die Sparkassen-Finanzgruppe bestätigt damit ihre Position als führender Anbieter für digitale Banking- und Payment-Lösungen und erfüllt zugleich ihren hohen Anspruch, allen Kunden einen unkomplizierten Zugang zu modernen digitalen Produkten zu ermöglichen.

Bestbewertete Banking-App

Nachdem die kostenlose Sparkassen-App 2018 zum wiederholten Mal von Stiftung Warentest zum Testsieger gekürt wurde, hat 2019 auch das Wirtschaftsmagazin „Capital“ die Sparkassen-App mit der Höchstnote ausgezeichnet. Deutschlands meistgenutzte Banking-App wird ständig
weiterentwickelt, um dauerhaft höchste Anforderungen an Funktionalität und Sicherheit erfüllen zu können.

Balance zwischen Digitalisierung und persönlicher Beratung

Der digitale Wandel bietet eine Vielzahl von großartigen neuen Möglichkeiten, sowohl für die Kunden als auch für die Sparkasse selbst. Während digitale Services bequeme Lösungen für einfache Fragestellungen anbieten, steigt zugleich der Anspruch an den persönlichen Berater. Der Kunde wünscht Orientierung im Dschungel komplexer Themen sowie individuelle und passgenaue Angebote und Lösungen.
Ganz aktuell (Februar 2020) wurde die Sparkasse in Freiburg im Segment der Privatkundenberatung mit der Note 1,5 als „Beste Bank vor Ort“ ausgezeichnet.
Die Sparkasse hat den Anspruch, Digitalisierung und persönliche Beratung miteinander in Einklang zu bringen. Trotz zahlreicher digitaler Services sind heute und auch in Zukunft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Fundament der Sparkasse und die persönlichen Ansprechpartner für unsere Kunden.
Deshalb definiert sich die Sparkasse weiterhin über die Nähe zu ihren Kunden. Sie steht flächendeckend in ihrem Geschäftsgebiet für die persönliche Beratung zur Verfügung. Darüber hinaus ist sie auch über ihr modernes KundenServiceCenter, von Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 22.00 Uhr, telefonisch erreichbar.

Erfolgsrechnung

Erträge leicht gesteigert

Die Summe der Erträge in Höhe von 164 Mio. Euro (VJ: 163 Mio. Euro) setzt sich aus dem Zinsüberschuss (109 Mio. Euro) und dem Provisionsergebnis inkl. sonstiger Erträge (55 Mio. Euro) zusammen. Der Zinsüberschuss, die Haupteinnahmequelle der Sparkasse, reduzierte sich trotz gutem Wachstum im Kreditgeschäft aufgrund der Niedrigzinsen weiter um 2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Auch in den nächsten Jahren erwartet die Sparkasse weiter sinkende Zinserträge. Der Provisionsüberschuss konnte dagegen um rund 3 Mio. Euro gesteigert werden. Das erfolgreiche Wertpapiergeschäft trug wesentlich zu diesem Ergebnis bei.

Kosten ebenfalls leicht gestiegen

Die Personalaufwendungen erhöhten sich aufgrund Tariflohnsteigerungen im vergangenen Jahr um 1 Mio. Euro auf insgesamt 65 Mio. Euro. Die Sachaufwendungen konnten dank guter Kostendisziplin mit insgesamt 34 Mio. Euro konstant gehalten werden. Die gesamten Verwaltungsaufwendungen (Personal- und Sachaufwand) erhöhten sich somit leicht um 1 Mio. Euro auf 99 Mio. Euro.

Gute Kosten-Ertrags-Relation

Die sogenannte Cost-Income-Ratio lag 2019 bei 59,7% und damit leicht über dem Vorjahreswert (59,2%). Um einen Euro zu verdienen, muss die Sparkasse also rund 60 Cent aufwenden. Das ist für Filialbanken ein sehr guter Wert und bestätigt die effiziente Arbeitsweise der Sparkasse.

Weniger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter –
Auszubildende weiter dringend gesucht

Zum Jahresende 2019 waren insgesamt 1.051 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (VJ: 1.060) bei der Sparkasse beschäftigt. Der Rückgang bei den Beschäftigungszahlen ist auf die natürliche Fluktuation (Stichwort: Demografie) zurückzuführen. Insgesamt haben 38 Menschen die Sparkasse altersbedingt verlassen. Deshalb wurden auch 2019 verstärkt Anstrengungen unternommen, um ausreichend neue Auszubildende für die Sparkasse zu gewinnen. 23 junge Menschen haben im vergangenen September mit ihrer Ausbildung begonnen. Die Gesamtzahl der Auszubildenden lag 2019 bei 58 (VJ: 60). Die Ausbildung junger Menschen hat höchste Priorität für die Sparkasse, da sie auch zukünftig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter benötigt.

Gesellschaftliches Engagement

Mit einem breit aufgestellten gesellschaftlichen Engagement förderte die Sparkasse auch 2019 eine Vielzahl von Aktivitäten, Einrichtungen, Institutionen und Vereinen sowie Projekte in ihrem Geschäftsgebiet. Etwa 1.130 Einzelmaßnahmen in den Bereichen Kultur, Bildung, Sport, Wissenschaft, Umwelt und Soziales sowie Veranstaltungen und Ausstellungen hat die Sparkasse mit über 1,7 Mio. Euro unterstützt. Darunter auch wieder über 20 gutbesuchte Ausstellungen mit regionalem Bezug, verteilt über das Geschäftsgebiet der Sparkasse.

Operatives Ergebnis (vor Bewertung) unverändert

Die höheren Kosten konnten durch Ertragssteigerungen ausgeglichen werden, so dass ein unverändertes operatives Ergebnis (vor Bewertung) in Höhe von 65 Mio. Euro ausgewiesen werden kann. Damit bleibt die Sparkasse in der Spitzengruppe der baden-württembergischen Sparkassen.

Ergebnis vor Steuern leicht verbessert

Nach Berücksichtigung sämtlicher Bewertungsmaßnahmen sowie nach Dotierung der Reserven ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 24 Mio. Euro (VJ: 22 Mio. Euro). Daraus wird die Sparkasse für das Geschäftsjahr 2019 rund 17 Mio. Euro an Steuern abführen (VJ: 15 Mio. Euro). Rund 8 Mio. Euro entfallen dabei auf die regionale Gewerbesteuer.

Stärkung des Eigenkapitals durch Gewinnzuführung

Nach Abzug der Steuern weist die Sparkasse wie im Vorjahr einen Jahresüberschuss von 7 Mio. Euro aus. Es ist geplant, den Jahresüberschuss wieder vollständig dem Eigenkapital zuzuführen, das sich danach auf 335 Mio. Euro beläuft.
Die kontinuierliche Stärkung des Eigenkapitals ist zwingend notwendig, um weiterhin den Kreditbedarf der Region - auch vor dem Hintergrund der deutlich steigenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen - bedienen zu können.