09.12.2020 17:34

Weihnachtsgottesdienste

(Freiburg) Mit viel Kreativität und mehr Gottesdienstterminen als gewohnt an Weihnachten reagieren die katholischen Kirchengemeinden in ...

Mit viel Kreativität und mehr Gottesdienstterminen als gewohnt an Weihnachten reagieren die katholischen Kirchengemeinden in diesem Jahr auf die Corona-Vorgaben. In vielen Kirchen ist eine Anmeldung für Gottesdienste zwischen Heiligabend und dem 2. Weihnachtsfeiertag nötig, damit die Höchstzahl der Besucher nicht überschritten wird und die nötigen Abstände gewahrt bleiben. Wer an Heiligabend also eine Messe oder ein Krippenspiel mitfeiern möchte, sollte sich dazu auf jeden Fall schon heute informieren und anmelden. Eine Online-Übersicht (unter www.kkfr.de/weihnachten) hilft, die Bandbreite des Angebotes in diesem Jahr zu sichten.



Dass in diesem Jahr alles anders ist, ist eine gängige Formel, die die acht Freiburger Kirchengemeinden des katholischen Dekanats in den vergangenen Wochen als Herausforderung angenommen haben. „Mit viel Ideenreichtum und vor allem aufwändiger Organisation ist dabei eine beachtliche Auswahl an Gottesdiensten zusammengekommen, mit denen wir das Fest der Geburt Christi trotz der Pandemie kirchlich begehen können“, sagt Dompfarrer Christoph Neubrand. Es bedarf dabei nicht unbedingt eines Kirchenraums als Schauplatz. So werden 2020 vor allem viele Gottesdienstformate unter freiem Himmel angeboten: Die Bandbreite reicht von der Christmette auf einem Bauernhof über Familiengottesdienste am Hirtenfeuer bis hin zu Feiern in Pfarrgärten im ganzen Stadtgebiet. Vielerorts werden Stationenwege angeboten, die den spirituellen Weg zur Krippe in die Realität umsetzen: Mit Fackeln oder ohne lassen sich dann gemäß ausgearbeiteten Plänen am Wegesrand Krippenfiguren, Bilder, Textimpulse, Musikeinspielungen entdecken oder auch QR-Codes zum Abruf der Weihnachtsgeschichte auffordern.



Digitale Krippenspiele und Wohnzimmer-Gottesdienst

Erwartungsgemäß sind auch viele digitale Angebote 2020 zu finden: Seit dem ersten Lockdown gehören Livestreams von Gottesdiensten aus dem Münster, aber auch aus anderen Freiburger Kirchen bereits zum regelmäßigen Angebot. Ergänzt wird dies an Weihnachten beispielsweise um Krippenspiele - als Hörspiel oder Video von Kindern und Jugendlichen aus der kirchlichen Jugendarbeit eingespielt - und einen Wohnzimmer-Gottesdienst auf Youtube.



Frühe Fristen – die Angebote sind online zu finden

Über allen Konzepten steht die Notwendigkeit, größere Ansammlungen im Vorfeld zu vermeiden, mithilfe mehrerer Termine hintereinander die Besucher gut zu „verteilen“ und dennoch Weihnachten würdig und besinnlich miteinander zu feiern. Notwendig ist dafür auf jeden Fall eine gute Vorbereitung auch der Gottesdienstbesucher: Quasi überall sind gewisse Anmeldeformalitäten nötig, um einen Platz am Heiligen Abend sicherzustellen, teils gilt dies auch für andere Gottesdienste. Die Anmeldefristen liegen - bedingt durch die nötige Organisation im Vorfeld - teils schon vor dem vierten Advent. Informieren kann man sich dazu auf der Internetseite des Dekanats www.katholische-kirche-freiburg.de/weihnachten: Hier ist das Angebot als Ganzes oder auch nach bestimmten Kriterien gefiltert abrufbar: So kann man nach Gottesdiensten, nach dem gewünschten Datum oder auch nach dem gesuchten Freiburger Stadtteil und rein digitalen Angeboten ausfiltern“, erläutert Simone Richter, Pressereferentin des Dekanats Freiburg. Über die entsprechenden Hinweise werden die Anmeldemöglichkeiten mit ausgegeben, die dann in der Regel online oder über das Pfarrbüro erfolgen – bis die Höchstzahl der Teilnehmenden erreicht ist. „In diesem Fall kommt der eine oder andere vielleicht auf den Geschmack, ein neues Format auszuprobieren, die Kirche im Nachbarstadtteil zu einer anderen Uhrzeit zu besuchen oder eben über die digitalen Kanäle mitzufeiern.“, sagt Dompfarrer und Dekan Neubrand.


Sollten sich die Vorgaben aufgrund der Coronapandemie erneut ändern, stellt dies alle Beteiligten, darunter unter auch viele Ehrenamtliche in den Kirchengemeinden, vor organisatorische Herausforderungen. Kurzfristige Änderungen sind dann nicht auszuschließen. Daher ist es auf jeden Fall ratsam, die Angaben online vor den Feiertagen nochmals gegenzuchecken.



Überall gilt: Im Gottesdienst ist eine Mund-Nasen-Maske zu tragen und die persönlichen Daten werden zur Kontaktnachverfolgung abgefragt. Gemeindegesang sowie Konzerte sind in diesem Jahr untersagt.

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