01.01.2019 10:57

Erzbischof Stephan Burger leitet Jahresabschlussgottesdienst im Münster

(Freiburg) Ein feierlicher Gottesdienst mit Erzbischof Stephan Burger bildete für die Erzdiözese Freiburg den Abschluss des Jahres. In ...

Ein feierlicher Gottesdienst mit Erzbischof Stephan Burger bildete für die Erzdiözese Freiburg den Abschluss des Jahres. In seiner Predigt blickte der Freiburger Oberhirte am Montag auf die prägenden Themen und Ereignisse des vergangenen Jahres zurück, darunter manch Positives, aber erneut auch Kriege, Naturkatastrophen und persönliches Leid. „Nicht zuletzt hat das vergangene Jahr auch mich persönlich mehr als sonst Kraft gekostet“, so Erzbischof Burger. Konkret zählte er die Themen Kommunionempfang von nicht katholischen Christinen und Christen sowie die Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs auf: „Es gab die Stunden der Niedergeschlagenheit und der Verletzungen, und all das gab es für manch andere auch“.
Angesichts dessen falle es nicht leicht, sich den Worten des Psalms 107 anzuschließen, in dem es heißt: „Danket dem Herrn, denn er ist gut“. Er selbst, so der Freiburger Erzbischof, wolle an diesem Abend dennoch ganz bewusst für all diese Erfahrungen und Ereignisse danken: "Danken dafür, weil dadurch immer wieder deutlich wird, dass es nicht um persönliche Befindlichkeiten gehen darf, weil wir, weil ich so wichtig wäre, nein, es geht um Christus und seine Kirche, die unsere Kirche ist. Wir stehen in seinem Dienst und er lässt uns auch an diesen Herausforderungen wachsen: Wir als Volk Gottes, das auf unserem Weg durch die Zeit wie das Volk Israel seine Erfahrungen machen muss. Kirche als pilgerndes Gottesvolk, Kirche als lernende Organisation. Ja, es gilt aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, um positiv die Zukunft gestalten zu können. "
Erzbischof Burger dankte in seiner Jahresabschlusspredigt auch all jenen, die sich in Kirche und Gesellschaft, offen und im Verborgenen engagieren: "In jedem Gläubigen, in all diesen Menschen, in all dieser Arbeit für Gott und den Nächsten verwirklicht sich Kirche!" Hier greife dann die Aufforderung des Psalmisten, Gott zu danken: „Ihm sei Dank für all das Gute, Schöne und Heitere, das uns allen widerfahren ist, aber genauso für das Dunkle, das Herausfordernde und das Traurige. Denn all dies ist für uns nicht sinnlos. Nicht selten erfahren wir gerade im Bedrängenden die Gegenwart und Hilfe des Herrn!" Deshalb drückte der Freiburger Erzbischof seinen Wunsch aus, „dass Sie Gott ein ´Danke´ sagen können, das Sie froh macht, das Sie trägt und das Sie zuversichtlich in die Zukunft schauen lässt“.
Im Pontifikalamt zum Jahresabschluss sangen und spielten der Freiburger Domchor, die Freiburger Domkapelle und Mitglieder des Philharmonischen Orchesters unter der Leitung von Domkapellmeister Prof. Boris Böhmann die Missa solemnis in C (KV 337) von Wolfgang Amadeus Mozart.

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