Grundsteinlegung für neuen Bildungscampus
(Freiburg) Mit einer symbolischen Grundsteinlegung gewinnt der neue Bildungscampus der Erzdiözese Freiburg jetzt Konturen. Auf dem Gelände ...
Mit einer symbolischen Grundsteinlegung gewinnt der neue Bildungscampus der Erzdiözese Freiburg jetzt Konturen. Auf dem Gelände des ehemaligen Kolping-Kollegs an der Ecke Tal-/Hildastraße in Freiburg-Wiehre ist das 33-Millionen-Euro-Projekt am Donnerstag (11.06.) offiziell in die zentrale Bauphase eingetreten. Verantwortliche des Erzbischöflichen Ordinariats, Planer und bauausführende Firmenvertreter machten beim Festakt die herausgehobene Bedeutung der zentralen Bildungseinrichtung deutlich.
Das diözesane Bildungswerk, das Bildungszentrum Freiburg und die Schulen des zweiten Bildungswerks in Freiburg werden hier unter einem Dach zusammengeführt. „Das Bekenntnis zur Bildung wird in der Erzdiözese Freiburg inhaltlich und baulich mit Leben gefüllt“, erklärt Ordinariatsrätin Susanne Orth, Leiterin der Hauptabteilung Bildung im Erzbischöflichen Ordinariat. „Wir setzen auf das Thema Bildung als ein Kernthema kirchlichen Handelns und wollen damit auch gesellschaftliches Engagement und Teilhabe fördern.“
Fünfgeschossiges Gebäude mit Mehrwert
Nach neuesten energetischen und städtebaulichen Gesichtspunkten geplant, entsteht innerhalb von 32 Monaten Bauzeit ein fünfgeschossiges Schul- und Verwaltungsgebäude mit Tiefgarage. „Beim Bauen – wie auch bei der Bewirtschaftung von Gebäuden – realisieren wir ökologische, nachhaltige und energieeinsparende Maßnahmen“, schildert Sebastian Bock, Leiter der Hauptabteilung Immobilien- und Baumanagement, die Vorgehensweise. „Und hier ist es gelungen, das Ziel der Nachhaltigkeit mit dem Leitgedanken der Bildung für breite Bevölkerungsgruppen miteinander zu verbinden.“
Architekt Johannes Geis vom Architekturbüro Geis & Brandtner ergänzt: „Eine Natursteinfassade mit großzügigen Öffnungen soll an der städtebaulich bedeutenden Kreuzung Hilda- und Talstraße den offenen Charakter des Bildungscampus‘ verdeutlichen.“ Das Gebäude wird mit der „Hilda-Lounge“ einen offenen von außen zugänglichen Begegnungsraum für die Menschen im Quartier wie auch für die Nutzerinnen und Nutzer des Gebäudes bieten. Ein Raum für den Bürgerverein befindet sich zudem im östlichen Teil des Gebäudes.
Das fünfgeschossige Schul- und Verwaltungsgebäude mit Tiefgarage soll künftig Raum bieten für die Katholische Schule für Erwachsene (ehemals Kolping-Kolleg), das Bildungszentrum Freiburg und die Zentrale des Bildungswerks. Die Bruttogeschossfläche umfasst etwa 6500 Quadratmeter. Die Gesamtfertigstellung ist für Sommer 2028 geplant. Die Erzdiözese investiert rund 33 Millionen Euro in den Campus.
Bildung als Kernaufgabe kirchlichen Handelns
Mit der Grundsteinlegung setzt die Erzdiözese Freiburg ein klares Signal für die Zukunft und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Die Kirche versteht Bildung und die Förderung individueller Lebenschancen als Kernauftrag ihres Handelns. Davon zeugen zukunftsweisende Großprojekte wie der neue Bildungscampus Freiburg oder das Kinder- und Jugendheim St. Kilian.
Dabei leitet die Erzdiözese die Verantwortung für den ganzen Menschen, soziale Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung: Bauprojekte werden durch konsequente CO₂-Einsparung und moderne Energieeffizienz ökologisch nachhaltig umgesetzt. Gleichzeitig wird gezielt dort investiert, wo Hilfe gebraucht wird – sei es durch bezahlbaren Wohnraum, der der durch den Ausbau und die Sanierung des Studierendenwohnheims St. Alban in Freiburg-Littenweiler entsteht, inklusive Wohnkonzepte für Familien oder moderne Standorte für Pflegeberufe.
Ermöglicht wird diese verlässliche Partnerschaft für Familien und die gesamte Gesellschaft maßgeblich durch die Kirchensteuer. Sie wirkt direkt vor Ort und sichert eine Infrastruktur, die Bildungsbiografien von der Kita bis zum wissenschaftlichen Diskurs in der Katholischen Akademie nachhaltig begleitet.