Erzbischof beginnt Besuchsreihe
(Offenburg) Mit einer ersten Station in der Pfarrei Offenburg Hl. Kreuz hat Erzbischof Stephan Burger seine Reisen in die 36 neuen Pfarreien ...
Mit einer ersten Station in der Pfarrei Offenburg Hl. Kreuz hat Erzbischof Stephan Burger seine Reisen in die 36 neuen Pfarreien der Erzdiözese Freiburg begonnen.
Gemeinsam mit Generalvikar Christoph Neubrand spricht der Erzbischof vor allem mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die seit dem 1. Januar 2026 vor Ort praktisch umsetzen, was zuvor auf Bistums- und Pfarreibene im Rahmen der „Kirchenentwicklung 2030“ geplant und vorbereitet worden ist. Außerdem stehen bei den Besuchen der 36 Pfarreien in den nächsten fünf Jahren die Feier eines Gottesdienstes und Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Pfarrei auf dem Programm.
Weil der bereits im Jahr 2019 angestoßene, bistumsweite Reformprozess ab 2026 in der Praxis weiterentwickelt und optimiert werden soll, ist es dem Erzbischof ein besonderes Anliegen, die Pfarreien auf diesem Weg weiterhin zu begleiten. Denn auch der größte Prozess, so der Erzbischof in seiner Predigt, sei kein Selbstzweck: „Strukturen sind hilfreich. Sie sind wie Grundgerüste, die stabilisieren und tragen helfen. Sie ersetzen jedoch nicht das Leben, das sich in ihnen und durch sie entfalten will.“
Passend zum Josefstag griff der Erzbischof das Bild des Hl. Josef auf, der sich als Zimmermann selbst als ein Werkzeug Gottes verstand: „Nur wenn wir selbst lernbereit bleiben, auf Gottes Wort zu hören, unser Leben in der Gemeinschaft Gottes und untereinander auszurichten, […] werden wir zu den Werkzeugen, mit denen das Reich Gottes auch in einer neuen Pfarreistruktur Gestalt gewinnen kann.“
Mit dem Team in Leitungsverantwortung sowie Gruppen und Gremien der neuen Pfarrei möchten sich Erzbischof Stephan Burger und Generalvikar Christoph Neubrand im Rahmen der Besuche darüber austauschen, wo die neuen Strukturen bereits tragen und wo noch Herausforderungen bestehen. Solche könnten nur gemeinsam bewältigt werden, unterstrich der Erzbischof im weiteren Verlauf seiner Predigt: „Es braucht das gemeinsame Hören auf Gottes Wort. Es braucht die gemeinsame Stärkung durch die Sakramente. Es braucht das gegenseitige Wohlwollen und Vertrauen in dem einen Bewusstsein, für Gott und die Menschen unterwegs zu sein.“
Abschließend verwies er einmal mehr auf den unermüdlichen Einsatz der vielen Beteiligten, die an der Kirchenentwicklung 2030 mitgewirkt haben, und brachte seinen Dank zum Ausdruck: „Von Herzen möchte ich Ihnen heute auch danken für all den Einsatz und Ihr Mühen, sich den Herausforderungen der vergangenen Jahre gestellt zu haben und auch bereit zu sein, die neuen Schritte in die Zukunft zu wagen“.
Hintergrund
Die Kirchenentwicklung 2030 ist der tiefgreifendste Veränderungsprozess in der 200-jährigen Geschichte der Erzdiözese Freiburg. Sie ist eine Reaktion auf gesellschaftliche Veränderungen und neue Rahmenbedingungen − wie etwa sinkende Mitgliederzahlen, weniger Priester und geringere finanzielle Mittel.
In der römisch-katholischen Kirchengemeinde Mittlere Ortenau, wie der staatskirchenrechtliche Name der Pfarrei Offenburg Hl. Kreuz lautet, gibt es − wie in allen 36 neuen Pfarreien − seit Ende 2025 ein neues Team mit Leitungsfunktion. Diesem gehören neben dem Pfarrer und seinem Stellvertreter auch die Leitende Referentin oder der Leitende Referent sowie die Pfarreiökonomin oder der Pfarreiökonom an. Neben weiteren Priestern und Diakonen sind weiterhin Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sowie Gemeindereferentinnen und Gemeindereferenten in den neuen Pfarreien tätig. Auch ehrenamtliches Engagement bleibt ein wichtiger Bestandteil kirchlichen Lebens. Es zeigt sich sowohl in bewährten Gruppen wie Gemeindeteams, in neuen Kompetenz- und Kirchortteams sowie in neuen Gremien wie dem Pfarrei- oder Pfarreivermögensverwaltungsrat.
Die nächsten Besuchstermine des Erzbischofs in 2026 sind: 23.04. Oberkirch, 17.09. Karlsruhe, 08.10. Lörrach, 19.11. Pforzheim. Alle weiteren Pfarreien folgen bis 2030.