21.06.2022 12:54

Erzbischof Burger weiht Jörg Künning zum Diakon

(Freiburg) Erzbischof Stephan Burger wird am Sonntag (26.06.) um 14.30 Uhr im Freiburger Münster Jörg Künning aus der Pfarrei St. Barbara ...

Erzbischof Stephan Burger wird am Sonntag (26.06.) um 14.30 Uhr im Freiburger Münster Jörg Künning aus der Pfarrei St. Barbara in Karlsbad (Dekanat Karlsruhe) zum Diakon weihen. Der Gottesdienst wird live im Internet auf www.ebfr.de/livestream übertragen.

Jörg Künning hat bereits früh den Glauben als Teil seines Alltags erfahren. „Der Glaube gehört für mich schon seit meiner Kindheit wie selbstverständlich zu meinem Leben“, sagt er. Wichtig ist für ihn die Treue zum Glauben: „Gott ist immer treu zu mir, ich versuche ihm treu zu sein. Es gibt Momente, in denen er sich mir, so glaube ich, ganz nah zeigt.“ Im Empfang der Sakramente, im persönlichen Gebet, aber auch in zwischenmenschlichen Gesprächen begegnet der Priesteranwärter Gott: „Mir ist es für mein Leben wichtig, mich jeden Tag einmal mit Jesus in Stille auseinanderzusetzen, mich ihm auszusetzen, der mein Schöpfer, Vorbild und Richter ist.“

Künning unterstreicht, dass diese Treue sich auch in seiner Liebe zur Kirche zeige, „trotz vieler berechtigter Anfragen an die Institution“. So ist für ihn „die Kernaufgabe der Kirche und auch meine Aufgabe, daran mitzuarbeiten, dass sich den Menschen diese Liebe Gottes in der Begegnung mit der Kirche zeigt und sie so auch den Weg zum ewigen Leben gehen können“.

Jörg Künning ist in Barnstorf / Niedersachsen aufgewachsen und studierte zunächst Betriebswirtschaftslehre in Ingolstadt, Memphis / USA, und St. Gallen / Schweiz. Nach Abschluss des Studiums arbeitete er fünf Jahre im Risikomanagement eines Unternehmens in Karlsruhe. Der Wunsch, Priester zu werden, reifte bei ihm und er trat 2015 ins Priesterseminar Collegium Borromaeum in Freiburg ein und nahm an der örtlichen theologischen Fakultät sein Studium auf. „In meiner Zeit im Seminar gab es immer wieder Momente, in denen ich mich von Gott berührt gefühlt habe. Ganz wichtig waren mir auch die Gespräche mit Begleitern, insbesondere mit meinem Heimatpfarrer und Mitbrüdern“, sagt er. Künning verbrachte seine Auslandssemester in Rom. Er sammelte im Praxissemester in der Katholischen Kirchengemeinde Konstanz-Petershausen und der Katholischen Kirchengemeinde An der Schutter pastorale Erfahrungen. In der Katholischen Kirchengemeinde Vorderes Murgtal, in der er aktuell eingesetzt ist, wird er diese im Diakonatsjahr weiter vertiefen.



„Ich möchte Gott und den Menschen in seiner Kirche und darüber hinaus dienen und seine Liebe sichtbar machen“, betont Jörg Künning. Das Diakonat ist für den 37-Jährigen Berufung, „Zeuge für die Liebe Gottes“ zu sein. Dies bekräftigt auch der Leitspruch der Diakonweihe: „Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?" (Röm 8,35)



Diakonweihe: auf dem Weg zur Priesterweihe

Die Weihe zum Diakon ist für Jörg Künning eine Station auf dem Weg zur Priesterweihe und gilt als vorläufiger Höhepunkt auf dem Berufungs- und Ausbildungsweg als Priesterkandidat. Seit Oktober 2021 arbeitet er in einem einjährigen Pastoralpraktikum in einer Seelsorgeeinheit der Erzdiözese Freiburg und bereitet sich intensiv auf seine Diakonweihe vor. Das Wort „Diakon“ stammt vom griechischen Verb „diakonein“. Es bedeutet „dienen“ und „fürsorglich helfen“.

Während der Diakonweihe gibt es eine Reihe besonderer Rituale: Der Weihekandidat liegt während der Allerheiligenlitanei ausgestreckt vor dem Altar – Ausdruck dafür, dass sich der angehende Diakon vorbehaltlos in den Dienst Gottes stellen möchte. Dann folgt das freiwillige Versprechen, ein Mann des Gebets zu sein, den Armen zu helfen, in Ehelosigkeit zu leben und dem Bischof die Treue zu halten. Nun legt der Kandidat seine Hände in die des Bischofs – ein Ausdruck des gegenseitigen Vertrauens. Die eigentliche Weihehandlung vollzieht sich dann durch die Handauflegung des Bischofs und das von ihm gesprochene Weihehochgebet. Im Anschluss daran wird der Diakon mit der Stola und der so genannten Dalmatik bekleidet, die Zeichen seines Dienstamtes sind. Er erhält zudem ein Evangeliar überreicht, denn die Verkündigung des Evangeliums ist eine seiner zentralen Aufgaben. Am Ende der Weihe entbietet der Bischof den neugeweihten Diakon als Zeichen der Wertschätzung den Friedensgruß.

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