24.07.2020 16:42

Feuerwehren unterstützen sich gegenseitig

(Kehl/Neuried) Die Feuerwehren aus Kehl und Neuried werden künftig noch enger zusammenarbeiten: Wenn sich die Wehren künftig bei Bränden auf ...

Die Feuerwehren aus Kehl und Neuried werden künftig noch enger zusammenarbeiten: Wenn sich die Wehren künftig bei Bränden auf der jeweils anderen Gemarkung unterstützen, wird kein Kostenersatz mehr fällig. Das haben Oberbürgermeister Toni Vetrano und Bürgermeisterstellvertreter Peter Heuken in Vertretung für Bürgermeister Jochen Fischer mit einem öffentlich-rechtlichen Vertrag besiegelt. Für OB Vetrano ist die vertragliche Regelung „die logische Konsequenz aus der Kooperation in der Vergangenheit“. Feuerwehrkommandant Viktor Liehr betonte, man werde die neuen Möglichkeiten mit Fingerspitzengefühl nutzen und bedankte sich für das Vertrauen der Stadt- und Gemeindespitzen.



Ruft die Feuerwehr einer Kommune bei einem Großbrand die Wehr einer anderen Stadt oder Gemeinde zu Hilfe, so stellt diese ihren Einsatz danach in Rechnung. Mit dem zwischen Neuried und Kehl geschlossenen Vertrag wird dieser Mechanismus außer Kraft gesetzt. Die Wehren können sich nun gegenseitig unterstützen, ohne dass im Anschluss Rechnungen geschrieben werden und Geld fließt. Das wurde in Einzelfällen bereits in der Vergangenheit so praktiziert: Beim Großbrand in Altenheim hat die Kehler Feuerwehr Unterstützung geleistet; als in Goldscheuer auf dem Gelände einer Spedition mehrere Lastwagen brannten, kamen die Neurieder Wehrleute ihren Kehler Kollegen zur Hilfe. „Altenheim liegt Goldscheuer eben näher als Auenheim“, verdeutlicht OB Vetrano den Sinn der Kooperation. Die drängt sich aus Sicht von Bürgermeisterstellvertreter Peter Heuken auch durch das interkommunale Gewerbegebiet ba.sic geradezu auf. Mit dem Forum am Rhein ist außerdem ein publikumsträchtiges Großobjekt im Kooperationsraum dazu gekommen.

Eine solche vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit gibt es bereits seit Jahren zwischen der Kehler und der Willstätter Feuerwehr. Feuerwehrkommandant Viktor Liehr kann hier nur eine positive Bilanz ziehen.

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