28.06.2021 09:57

Alte Wache mit fast guten Geschäften

(Freiburg) Nach dem Lockdown bis Ende Mai 2020 startete die Alte Wache trotz reduziertem Platzangebot und Hygieneauflagen in eine erfolgreiche Sommersaison. Die positiven Zahlen des bisher erfolgreichsten Vorjahres wurden in den Sommermonaten erneut gesteigert.

Dies führt Geschäftsführerin Alixe Winter auf den Umbau und das neue Konzept der Alten Wache, beides wurde bis März 2020 realisiert, zurück. „Nur durch unseren Umbau konnten wir die Hygieneauflagen der Corona-Verordnung ordnungsgemäß umsetzen. In der bisherigen Alten Wache wäre dies nicht möglich gewesen“, so Alixe Winter. „Zudem haben unsere Kunden das neue Konzept begeistert aufgenommen, was zu Steigerungen im offenen Ausschank, aber auch beim Flaschenverkauf führte.“

Die Hoffnungen auf ein ausgeglichenes Geschäftsjahr machte der weitere Verlauf des Jahres jedoch rasch zunichte: alle Events wie Weinfest, Oberlindenhock, Plaza Culinaria, Weihnachtsmarkt und Weinproben mussten abgesagt werden und ab November ging es erneut in den Lockdown. Ein Lichtblick war die Entwicklung des Verkaufs der „Winter Marie“, dem Winterheißgetränk der Alten Wache. Hier verdoppelte sich der Flaschenabsatz im Vergleich zu 2019. Allein von der neuen alkoholfreien Variante „Winter Marie frei“, einer Innovation, deren Rezeptur die Alte Wache schon seit längerem gründlich testete und deren Launch ins Corona-Jahr passte, wurden auf Anhieb 1200 Flaschen verkauft. Doch auch hier fehlte der Verkauf im offenen Ausschank.

Nach den stetigen Umsatzsteigerungen in den vorherigen Jahren und dem besten Jahresergebnis in 2019 schloss die Alte Wache das Geschäftsjahr 2020 mit vierundfünfzig Prozent weniger Umsatz ab. Wurden 2019 nahezu 2 Millionen Euro Umsatz erzielt, waren es 2020 knapp unter einer Million Euro. Die November- und Dezemberhilfen der Bundesregierung, die jedoch erst im März vollständig ausgezahlt wurden, halfen die Verluste teilweise auszugleichen und das Jahr mit einem annehmbaren Ergebnis abzuschließen.



Sorgen bereitet Alixe Winter auch das Jahr 2021. Bis Ende Mai war die Alte Wache im Lockdown, Events und das Freiburger Weinfest finden auch in diesem Jahr nicht statt und für den Weihnachtsmarkt gibt es keine Planungssicherheit. Coronahilfen der Bundesregierung sind derzeit nicht in Aussicht. „Dennoch bin ich zuversichtlich, dass dank der Impfquoten, der Teststrategie und einer hoffentlich schönen Sommersaison die Alte Wache den gewohnten Zuspruch erfährt und der Weihnachtsmarkt stattfinden kann“, zeigt Alixe Winter vorsichtigen Optimismus.



Ab Ende 2019 bis 19. März 2020 wurde die Alte Wache umgebaut und sollte rechtzeitig zum 900-jährigen Jubiläum der Stadt Freiburg neu eröffnet werden. Der Umbau konnte rechtzeitig abgeschlossen werden, die Neueröffnung jedoch durchkreuzte der Lockdown ab dem 13. März 2020. In den Umbau und die Neuausrichtung der Alten Wache wurden 1,2 Millionen Euro investiert.



Alte Wache – Das Tor zum Badischen Wein

Ein Schaufenster für Badische Weine sollte die Alte Wache werden, als sie 1996 von Winzergenossenschaften, Weingütern und der Stadt Freiburg gegründet wurde und 1997 die Räumlichkeiten auf dem Freiburger Münsterplatz bezog.

In ihren 25 Jahren hat sich die Alte Wache seither als das „Tor zum Badischen Wein“ entwickelt, das Weinliebhabern unkompliziert und in einmaliger Atmosphäre die badische Weinvielfalt und Weinqualität näherbringt. Als deutsche Großstadt mit der größten Weinbaufläche ist Freiburg ganz klar die Stadt des Weins.

Mit der Alten Wache verbinden die Kunden Weinkompetenz, der sie bei Verkostungen und Käufen vertrauen.

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