31.01.2019 10:45

Arbeitsmarkt im Überblick

(Emmendingen/Freiburg) Zum Jahresanfang ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Freiburg erwartungsgemäß angestiegen. Insgesamt gab es in der Stadt Freiburg und den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen 13.102 Arbeitslose, 961 mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote stieg von 3,3 Prozent im Dezember auf jetzt 3,6 Prozent. Vor einem Jahr betrug die Arbeitslosenquote noch 3,7 Prozent. Die Jugendarbeitslosigkeit ist mit einer Quote von 2,3 Prozent weiter sehr niedrig. Für den Anstieg sind jahreszeitliche Einflüsse verantwortlich.

Regelmäßig sorgen Kündigungen zum Quartalsende, das ausgelaufene Weihnachtsgeschäft, das Saisonende in der Gastronomie, die kalte Witterung und eine spürbar geringere Entlastung durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen im Januar für mehr Arbeitslose. „Das sind rein saisonale Effekte. Für einen Monat Januar ist der Anstieg sehr moderat ausgefallen“, sagt der Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freiburg, Christian Ramm. Die Arbeitskräftenachfrage ist mit einem Zuwachs von über 20 Prozent zum Vorjahresmonat ungebrochen groß. Dafür verantwortlich ist vor allem das Zeitarbeitsgewerbe, das diesen Januar mehr als doppelt so viele Stellen meldete als noch vor einem Jahr. Ein Grund dafür könnte die eingetrübte Stimmung im verarbeitenden Gewerbe sein, das auf Jahressicht 20 Prozent weniger Stellen meldete. „Ein Teil der Unternehmen agiert vorsichtiger. Sie wollen bei Bedarf flexibler auf Änderungen der Auftragslage reagieren können“, sagt Ramm. Fundamental hat sich an der guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt nichts verändert. Fachkräfteengpässe bleiben nach wie vor die größten Sorgen der Unternehmen. So verzeichnete vergangenes Wochenende der Salon Formation Emploi Alsace in Colmar, eine der größten Messen für Ausbildung und Arbeit in Frankreich, einen neuen Rekord an deutschen Arbeitgebern, die dort unter dem Dach der Fachkräfteallianz Südlicher Oberrhein um Fach- und Nachwuchskräfte warben.

Dynamik am Arbeitsmarkt
Im Januar meldeten sich 3.875 Personen neu oder erneut arbeitslos. Im gleichen Zeitraum beendeten 2.902 Menschen ihre Arbeitslosigkeit. Vom dem aktuellen Anstieg sind nahezu alle Berufsgruppen betroffen. Per Saldo gab es 961 Arbeitslose mehr als im Dezember.

Struktur der Arbeitslosen
Mit Ausnahme bei den Jugendlichen hat sich im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Arbeitslosen bei allen Zielgruppen verringert. Nach Rechtskreisen ergibt sich folgendes Bild: SGB III: 6.383 Arbeitslose (Anteil 48,7 Prozent), SGB II: 6.719 Arbeitslose (Anteil 51,3 Prozent).

Arbeitskräftenachfrage
Der Arbeitgeber-Service akquirierte im Berichtsmonat 1.248 offene Stellen. Das entspricht gegenüber dem Vorjahresmonat einem Anstieg um 235 oder 23,2 Prozent. Den größten Bedarf nach Branchen meldeten: Unternehmensnahe Dienstleistungen (439 Stellen), darunter Zeitarbeit (408), Gesundheits- und Sozialwesen (184), Verarbeitendes Gewerbe (121), Öffentliche Verwaltung (104), Handel (88). Ende Januar lagen der Agentur für Arbeit Freiburg 5.590 Aufträge zur Stellenbesetzung vor.

Entwicklung nach Regionen
Die Zahl der Arbeitslosen hat in allen Regionen des Agenturbezirks zugenommen.

Nach Kreisen ergibt sich folgendes Bild: Freiburg Stadt: 6.182 Arbeitslose (+397), 5,0 Prozent (+0,3), Breisgau-Hochschwarzwald: 4.295 Arbeitslose (+303), 2,9 Pro-zent (+0,2) und Landkreis Emmendingen: 2.625 Arbeitslose (+261), 2,8 Prozent (+0,3).

Nach Geschäftsstellenbezirken: Raum Emmendingen: 2.040 Arbeitslose (+227), 2,9 Prozent (+0,4), Elztal: 585 Arbeitslose (+34), 2,5 Prozent (+0,2); Markgräflerland: 1.018 Arbeitslose (+112), 3,5 Prozent (+0,3), Hochschwarzwald: 669 Arbeitslose (+46), 2,9 Prozent (+0,2); Freiburg Stadt mit Umland: 8.790 Arbeitslose (+542), 4,0 Prozent (+0,2).

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